APA - Austria Presse Agentur

Bangen vor Arnautovic-Urteil - Foda: "Er ist ein super Junge"

16. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Am Nachmittag gibt die UEFA ihr Urteil zum umstrittenen Torjubel von Marko Arnautovic bekannt. Teamchef Franco Foda stellt sich vor seinen schillernden Stürmer-Star. Wenn die UEFA von einer Sperre absieht, werde Arnautovic gegen die Niederlande von Anfang an spielen.

Ausgerechnet vor dem Spiel gegen Gruppenfavorit Niederlande droht Marko Arnautovic eine Sperre. Dem Stürmer des ÖFB-Teams soll beim Torjubel im Spiel gegen Nordmazedonien einen Gegenspieler bzw. dessen Mutter rassistisch beschimpft haben. Die UEFA untersucht den Vorfall nach einer Klage des nordmazedonischen Fußballverbands. Die Entscheidung wird im Laufe des Nachmittags bekannt gegeben.

Teamchef Franco Foda hat sich in der Zwischenzeit vor seinen Schützling gestellt. "Marko ist ein herzensguter Mensch, ein toller Familienvater", betonte Foda. "In einem Spiel gibt es Emotionen, die waren aber auf beiden Seiten. Marko hat vielleicht in dieser Reaktion etwas überzogen, aber er hat sich dafür entschuldigt. Beide Spieler haben sich ausgesprochen, so soll es im Fußball sein."

Arnautovic als Rassisten darzustellen, entspreche nicht der Wahrheit, so Foda. "Ich wehre mich dagegen, Marko in eine Ecke zu stellen, in die er nicht gehört. Er ist ein super Junge, ein guter Typ. Es würde mich extrem überraschen, wenn die UEFA eine Sperre verhängen würde."

Gegen Niederlande möglicherweise von Anfang an

Sollte der Kontinentalverband tatsächlich von einer Sanktion absehen, sei Arnautovic ein Thema für die Startformation. "Er wäre jetzt bereit, noch länger als gegen Nordmazedonien zu spielen, und wenn er bereit ist, länger als eine Hälfte zu spielen, gibt es natürlich auch die Möglichkeit, dass er von Beginn an spielt", erklärte Foda.

Abgesehen vom unsicheren Einsatz von Arnautovic steht dem Teamchef wohl der komplette Kader zur Verfügung. Aleksandar Dragovic sind zwar die Nachwirkungen seiner am Sonntag erlittenen doppelten Rissquetschwunde rund um das rechte Auge zumindest optisch noch deutlich anzumerken, der Innenverteidiger dürfte aber mit großer Wahrscheinlichkeit einsatzbereit sein.

Stephan HoferQuelle: Agenturen / Redaktion / hos/APA