APA - Austria Presse Agentur

Austria startet in Quali-Gruppe gegen Altach

02. Apr 2021 · Lesedauer 4 min

Mit der ersten Runde der Qualifikationsgruppe biegt die Fußall-Bundesliga am Samstag in die finale Meisterschaftsphase ein. Für die Wiener Austria geht es gegen Altach darum, die Saison zu kaschieren. Landen die "Veilchen" unter den besten zwei der Qualifikationsgruppe, könnte über das Liga-Play-off letztlich sogar noch ein internationaler Startplatz herausschauen. Ried hofft gegen Hartberg auf ein Erfolgserlebnis, für St. Pölten geht es im NÖ-Derby gegen die Admira.

"Wir wollen die beste Mannschaft der unteren Sechs sein, um die Minichance für das internationale Geschäft zu haben", sagte Austria-Trainer Peter Stöger am Freitag. "Dazu wird uns guttun, das Spiel morgen für uns zu entscheiden." Der zwei Punkte zurückliegende Auftaktgegner hat nach einem Trainerwechsel inzwischen neues Selbstvertrauen intus. Auch Stöger erwähnte "neue Rahmenbedingungen" in Altach. "Neuer Trainer, gute Struktur in der Mannschaft, Erfolgserlebnisse - es wird eine interessante Aufgabe werden."

Altach hat unter Neo-Coach Damir Canadi drei Siege gegen den WAC, St. Pölten und Ried geholt - bei nur einer Niederlage gegen den LASK. Vom letzten ist man auf Platz zehn geklettert. Nach der Punkteteilung liegen die Vorarlberger immerhin noch drei Zähler vor der Roten Laterne bzw. vier hinter Leader Hartberg. "Wir haben unsere Ausgangsposition in den letzten Wochen verbessert. Aber es sind nur drei Punkte, und das wissen wir auch", merkte Canadi das dünne Polster an. "Die Mannschaft ist auf dem richtigen Weg, das ist das Wichtigste. Unser klares Ziel ist der Klassenerhalt."

Für den 50-Jährigen war klar: "Wir fahren mit großem Respekt nach Wien, aber sicher nicht mit Angst." Er erwartete ein "sehr offenes Spiel". Allerdings muss Canadi in Favoriten mit Emanuel Schreiner (Knöchelverletzung) und den zuletzt erkrankten Manuel Thurnwald und Emir Karic drei Stützen vorgeben.

Ganz andere Voraussetzungen beschäftigen die SV Ried. Zuletzt vier Niederlagen in Folge, kein Sieg im Jahr 2021 und wenige Tage vor Beginn der Qualifikationsgruppe der zweite Trainerwechsel der Saison. Ried taumelt in die zweite Saisonphase der Bundesliga und hofft zuhause gegen Hartberg auf ein Erfolgserlebnis. "Und das ist eigentlich nur ein Sieg", stellte Neo-Coach Andreas Heraf klar.

Einen Punkt nur liegt Ried vor Schlusslicht Admira, das zeitgleich bei St. Pölten gastiert, die kommenden Wochen heißen Abstiegskampf pur. "Der Karren ist ein bisschen verfahren", gab Heraf zu. Sein Plan: "Wir müssen uns auf die relevanten Dinge konzentrieren: In erster Linie stabil stehen und dem Gegner nicht zu viele Räume anbieten. Wenn du zu viele Tore bekommst und selbst so wenig schießt, kannst du Spiele nicht gewinnen."

Hartberg muss derweil die Enttäuschung der in letzter Sekunde verpassten Meistergruppe verdauen. Der 3:3-Ausgleich durch St. Pöltens Kofi Schulz in der 94. Minute des letzten Spiels im Grunddurchgang kostete der Elf von Markus Schopp den Top-Sechs-Platz. Man sei "nicht ins Tal der Tränen gefallen", betonte Schopp, der den Blick ganz auf die kommenden zehn Runden richten will. "Wir haben mehr Punkte als die anderen, und sie sind ja nicht zufällig entstanden", sagte der Ex-ÖFB-Teamspieler, der am Ende Platz sieben und das Play-off um den letzten Europacupstartplatz anpeilt. "Wenn wir alles abrufen, dann kann es nur das Ziel sein, unsere jetzige Position zu verteidigen."

Für den SKN St. Pölten beginnt die Qualifikationsgruppe mit einem richtungsweisenden NÖ-Derby gegen die Admira. Mit einem Heimsieg gegen das Schlusslicht könnten die St. Pöltner ins Rennen um das Europacup-Play-off einsteigen. Bei einer Niederlage würden die Südstädter aufgrund der vor dem Finaldurchgang erfolgten Halbierung aber nach Punkten mit ihnen gleichziehen.

Beide Teams haben in den vergangenen zwölf Runden nur je einen Sieg eingefahren. Der SKN will sich in der Qualigruppe dennoch von Beginn an nach oben orientieren. "Es kann sehr schnell in beide Richtungen gehen", meinte Trainer Robert Ibertsberger.

Bei der Admira fehlen weiterhin die schon länger verletzten Maximilian Sax, Tomislav Tomic und Onurhan Babuscu sowie Lukas Rath. Die Südstädter sind in der Landeshauptstadt sieben Auftritte ungeschlagen. "Mit dem Derby gegen St. Pölten beginnt für uns die heiße Phase in der Meisterschaft", sagte Trainer Damir Buric. Rechnungen will er im Kampf um den Klassenerhalt nicht anstellen. "Die Mannschaft ist fokussiert. Wir konzentrieren uns nur auf die nächste Aufgabe."

Quelle: Agenturen