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Admira startet mit 2:0-Heimsieg gegen Ried in Quali-Gruppe

12. März 2022 · Lesedauer 5 min

Der FC Admira hat einen Traumstart in die Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga hingelegt. Die Niederösterreicher feiern am Samstag einen 2:0-Heimsieg gegen die SV Ried, die in der Vorwoche nur knapp an einem Platz in der Meistergruppe vorbeigeschrammt war. Der TSV Hartberg erreichte beim Debüt seines neuen Trainers Klaus Schmidt ein 0:0 beim SCR Altach. Für die am Ende der Tabelle stehenden Altacher war es der erste Punktgewinn nach zehn Niederlagen in Folge.

Der FC Admira hat sich über einen erfolgreichen Start in die Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga freuen dürfen. Die Niederösterreicher setzten sich am Samstag im ersten von zehn Spielen gegen die SV Ried hochverdient mit 2:0 (1:0) durch, rückten in der Tabelle vom vorletzten auf den zweiten Rang nach vor und bis auf einen Punkt an den Tabellenführer aus dem Innviertel heran. Matchwinner war Roman Kerschbaum mit einem Elfmeter-Doppelpack (11., 71.).

So ein Kunststück war dem 28-Jährigen in dieser Saison auch schon beim 3:3 in Klagenfurt geglückt. Beim 2:0 in Altach war er via Elfmeter-Nachschuss erfolgreich gewesen. Kerschbaum hält nun bereits bei acht Saisontoren und ist damit die klare Nummer eins seines Teams. Dank ihm beendeten die Südstädter ihre Heimmisere nach sechs Niederlagen in der BSFZ Arena in Folge. Ried bleibt auswärts schwach. Das 2:1 im November bei der Admira bleibt der einzige Erfolg in der Meisterschaft in der Fremde.

Nach dem knapp verpassten Platz in der Meistergruppe wollten die Rieder im "unteren Play-off" gleich ein kräftiges Zeichen setzen. Das blieb aber völlig aus. Die Truppe von Coach Robert Ibertsberger konnte den moralischen Tiefschlag von vergangener Woche sichtlich nicht wegstecken und hatte vor der Pause Glück, nicht deutlich in Rückstand zu geraten. Einziger Treffer blieb ein verwandelter Elfmeter von Kerschbaum. Julian Wießmeier hatte den Ball bei einem Kerschbaum-Schuss auf Schulterhöhe mit der Hand gespielt. Der Video Assistant Referee schritt ein und Josef Spurny bestätigte die Entscheidung nach TV-Studium.

Danach war es vor allem Marlon Mustapha, der immer wieder gefährliche Aktionen hatte, allerdings im Abschluss entweder die falschen Entscheidungen traf oder zu schwach abschloss. In der 14. Minute hätte er auf mitlaufende Mitspieler querspielen müssen, schloss aber selbst ab und scheiterte am Ex-Admiraner Christoph Haas, der den gesperrten Samuel Sahin-Radlinger gut vertrat. Der Admira-Stürmer setzte auch einen Kopfball drüber (15.) und ließ kurz vor dem Seitenwechsel eine weitere Topchance aus. Mustapha umkurvte Rieds Goalie, brachte dann aber den Ball am heranrutschenden Tin Plavotic nicht vorbei (44.).

Davor Jan Vodhanel (35.) und danach Stefano Surdanoviuc (45.+1) fehlte ebenfalls die Effizienz. Die Rieder konnten ihre zahlreichen individuellen Fehler und ihre Unsicherheit auch nach der Pause nicht ablegen. Die Admiraner diktierten das Geschehen nach Belieben, man musste allerdings weiter die Chancenverwertung bemängeln. Mustapha ließ eine weitere Kopfball-Chance ungenützt (56.). Der zweite Treffer fiel in einer Kopie des ersten. Diesmal nahm Felix Seiwald im Strafraum die Hand zu Hilfe, wieder waren die TV-Bilder entscheidend. Kerschbaum verwandelte wieder, im Gegensatz zu vorher war sein schwacher Schuss aber haltbar.

Ried wurde nur bei einem Nutz-Schuss an die Stange gefährlich, bei dem Andreas Leitner da gewesen wäre (73.). Verdienter wäre aber ein noch höherer Heimsieg gewesen. Weitere Gegentreffer verhinderte Haas bei seinem Bundesliga-Debüt im Duell mit Vodhanel (82.) und Surdanovic (83., 96.). Damit holte die Admira zum zweiten Mal in Folge drei Punkte.

Hartberg bei Schmidt-Debüt mit Remis 

Der TSV Hartberg hat beim Debüt seines neuen Trainers Klaus Schmidt ein 0:0 beim SCR Altach erreicht. Durch die Nullnummer am Samstag zum Auftakt der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga schrieb das Schlusslicht aus Vorarlberg nach zehn Niederlagen in Folge wieder an, liegt aber schon vier Punkte vom rettenden Ufer entfernt.

Die Steirer, die nach Rot für Manuel Thurnwald (29.) lange in Überzahl agierten, haben dank ihres ersten Erfolgserlebnisses nach zuletzt drei Pleiten weiter fünf Zähler Vorsprung auf den Abstiegsplatz.

Der erste Höhepunkt der Partie ließ nur 57 Sekunden auf sich warten - nach einem kurz abgespielten Corner traf Youba Diarra mit einem strammen Weitschuss die Latten-Unterkante. Die nächste TSV-Topchance fand Dario Tadic vor, sein Volley allein vor Altach-Goalie Tino Casali flog deutlich über das Tor (8.).

Doch auch die Gastgeber hatten ihre Szenen: Hartbergs Keeper Rene Swete musste bei Schüssen von Gianluca Gaudino (5., 24.) und Emanuel Schreiner (26.) sein ganzes Können aufbieten. Die kalte Dusche für die Hausherren folgte in der 29. Minute. Der kurz zuvor für den verletzten Dominik Reiter eingewechselte Thurnwald trat ohne Chance auf den Ball gegen Achillessehne und Wadenbein von Donis Avdijaj, der Videoassistent schaltete sich ein und Thurnwald wurde ausgeschlossen.

Danach verlor die Partie an Tempo, gefährlich wurde es vor der Pause nur noch in der 43. Minute, als Hartberg-Profi Matija Horvat aus aussichtsreicher Position verzog. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel scheiterte Noah Bischof am Fünfer an Swete, praktisch im Gegenzug jubelten die Hartberger über die vermeintliche Führung. Tadic hatte einen Konter erfolgreich abgeschlossen, allerdings war Assistgeber Jürgen Heil im Abseits gestanden, weshalb der VAR dem Treffer die Aberkennung versagte.

Im Finish zogen sich die Altacher immer weiter zurück und waren sichtlich bemüht, den ersten Punktgewinn seit Oktober des Vorjahres über die Zeit zu bringen - was auch gelang, weil die Hartberger mit dem vielen Ballbesitz nichts anzufangen wussten. Damit sind die Vorarlberger, deren Coach Ludovic Magnin nach einer Nieren-OP fehlte, bereits seit 484 Minuten ohne Torerfolg. Die Hartberger haben auch schon seit 387 Minuten keinen Treffer erzielt.

Quelle: Agenturen