Gesundheitslandesrat Hacker will Spitals-Security ausweiten

10. Dez. 2021 · Lesedauer 3 min

Wiens Gesundheitslandesrat Hacker will wegen Angriffen auf Pflegepersonal die Spitals-Security verstärken. Zu Weihnachten wolle er an den Spitälern keine Gastpatienten aus anderen Bundesländern mehr aufnehmen, um dem medizinischen Personal eine Ruhepause zu gönnen.

Die Unsicherheit und Sorgen der Menschen wegen der Impfpflicht würden durch die FPÖ, durch deren Chef Herbert Kickl und Dagmar Belakowitsch "auf das Schändlichste missbraucht", kritisiert Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Es sei notwendig, dass die Spitäler damit weiterhin professionell umgehen. Angriffe auf Ärzte und Pflegepersonal nehmen zu. Man habe "überall Security-Dienste", so Hacker. Diese wolle man nun ausweiten. Zusätzlich sei die Wiener Polizei "aufmerksam vor Ort präsent". Hacker geht davon aus, dass diese Maßnahmen ausreichend sind. 

Wegen der Überlastung der Intensivstationen seien Änderungen beim Gesundheitsplan notwendig. Bund und Gesundheitsministerium seien gefordert, eine entsprechende Planung vorzulegen, "weil wir nicht permanent unsere Spitäler im Notfallmodus fahren können". Bisher seien die Vorschläge "nicht zufriedenstellend". Hacker verstehe deshalb auch die Unzufriedenheit des medizinischen Personals. 

Mehr Intensivpatienten denn je: "Ziel nicht erreicht"

Der Lockdown sei verhängt worden, um die Intensivstationen zu entlasten. "Faktum ist, wir sind jetzt 14 Tage nach Beginn des Lockdowns und haben mehr Intensivpatienten. (...) Wir haben das Ziel nicht erreicht." Er verlangt "aktive Zeichen" von der Regierung statt Sonntagsreden. 

In einigen Bundesländern, auch Wien, gehen die Zahlen schön langsam zurück. "Aber wir haben andere Bundesländer, die noch immer nach oben gehen." Deshalb sei man in Wien nicht bei allen Öffnungsschritten mitgegangen. Er verstehe die Lust, wieder ins Wirtshaus zu gehen und sich mit Freunden zu treffen, aber "wir können uns das noch nicht leisten". 

"Gastpatienten" reduzieren: Gesundheitspersonal soll Weihnachten feiern können

"Wir werden sicher bei Gastpatienten zurückfahren in ganz Wien", kündigt Hacker an. Man wolle dem Krankenhauspersonal die Möglichkeit geben, Weihnachten bei ihren Lieben zu verbringen und Überstunden abzubauen. Man könne nicht in Wien die strengsten "Spielregeln" haben, um die Krankenhausauslastung zu senken und gleichzeitig Gastpatienten aufzunehmen. 

In Wien wird jede positive Probe auf Omikron untersucht. An den Schulen habe man die Quarantäneregeln verschärft, um eine Ausbreitung einzudämmen. Der Wiener Landessanitätsrat soll kommende Woche beraten, welche gesundheitlichen Gründe eine Ausnahme für die Impfpflicht rechtfertigen würden. Die Frage, dass Schwangere ausgenommen sind, sei laut Hacker "noch nicht fertig durchdacht". Das gehe gerade nach hinten los, weil man wisse, dass ungeimpfte Mütter Probleme vor der Geburt hätten und auch die Neugeborenen gefährdet wären. 

Wiener sollen sich vor Weihnachtsbesuchen testen

Den Wienern empfiehlt Hacker, sich zu Weihnachten testen zu lassen, bevor man sich mit seinen Lieben trifft, Gäste empfängt oder jemanden besucht.  

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam