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Angst um Sicherheit: Erste Ärzte beenden Dienst in Corona-Impfstraßen

09. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Ab Februar gilt in Österreich die Corona-Impfpflicht. Dadurch holen sich vermehrt auch Menschen den Stich, die der Impfung skeptisch oder ablehnend gegenüberstehen. Die Aggression steigt, Ärzte in den Impfstraßen werden beschimpft. Erste Ärzte wollen sich dem nicht stellen.

Wegen Sicherheitsbedenken absolvieren Mediziner teilweise keinen Dienst mehr in Impfstraßen, berichtete das "Ö1-Mittagsjournal".

Bedrohliche Situationen

Man merke, dass die Leute nicht mehr primär aus freien Stücken kommen, die Aggressivität hat sich deutlich erhöht, berichtete ein Arzt dem Journal. Für die Mediziner sei es auch unangenehm, Menschen ein medizinisches Prozedere angedeihen zu lassen, die das nicht wollen, schilderte er. Zeitweise sei die Situation bedrohlich, sagte ein Ärztin. Nach der Impfung würden ihr bei manchen Personen die Knie zittern, sie denke sich, "gut, dass der jetzt draußen ist".

Ärzte wollen Polizei-Schutz

Der interviewte Arzt wird in Impfstraßen keine Dienste mehr verrichten, die Ärztin ist am überlegen, ob sie unter diesen Bedingungen weitermachen wird. Der Mediziner forderte mehr Schutz für das Personal in Impfstraßen. Dort gebe es kein Sicherheitskonzept, Polizeipräsenz würde man sich wünschen, betonte er gegenüber "Ö1".

Gerald Schöpfer, der Präsident des Roten Kreuzes berichtete ebenso, dass die Aggressionen zunehmen. Es gebe viele Wutbürger, die ihre Wut an Leuten auslassen, die überhaupt nichts dafür können, konstatiert er. Auch die Wiener Ärztekammer bestätigte höhere Aggressivität. In der Bundeshauptstadt sei bei einer Corona-Demo sogar versucht worden, eine kleine Impfstelle anzuzünden.

Quelle: Agenturen