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Wiener Lockerungs-Bremse: Ludwig berät über Verschärfungen

31. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) macht seine Ankündigung wahr und bereitet einen Wiener Corona-Gipfel mit Experten vor, um über einen Sonderweg bei den Corona-Lockerungen zu entscheiden.

Ludwig (SPÖ) wird sich noch diese Woche mit seinen Beratern treffen, hieß es im Büro des Stadtchefs. Über den konkreten Termin wird noch geschwiegen. Auch ob die Stadt bei den am Samstag angekündigten bundeweiten Lockerungen wieder einmal die Notbremse zieht, ist noch offen. Es ist aber durchaus möglich, denn der Bürgermeister hat bereits seinen Unmut über die jüngst präsentierten Lockerungen geäußert.

Ludwig: "Falscher Zeitpunkt"

"Wir befinden uns gerade mitten in der Omikron Welle mit täglich neuen Rekordzahlen an Infektionen und haben den Höhepunkt dieser Welle noch nicht erreicht. Es ist daher der falsche Zeitpunkt, um Lockerungsschritte anzukündigen", ließ er via Twitter wissen. Bundesweit dürfen ab 5. Februar Lokale wieder bis Mitternacht offenhalten. Auch bei Veranstaltungen und in der Gastro wurden Erleichterungen verkündet, die 2G-Beschränkungen etwa im Handel werden ebenfalls sukzessive außer Kraft gesetzt.

Er werde sich darum mit seinem Expertengremium - mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bereichen wie Medizin oder Prognostik - beraten und danach bekanntgeben, welche Schritte in Wien gesetzt würden, stellte Ludwig eine regionale Verschärfung in den Raum. Er spreche sich weiterhin für einen "umsichtigen und vorsichtigen Kurs" aus, hielt er fest.

Auch Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) zeigte sich am Samstag über die Lockerungen "überrascht". Der frühe Zeitpunkt sei "sehr mutig", es sei fraglich ob die Entscheidung nicht "übermütig" sei. Eine politische Abstimmung habe mit den Ländern nicht stattgefunden.

Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker im Interview

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam