APA - Austria Presse Agentur

Wiener FPÖ-Kandidatenliste ohne Quereinsteiger

12. Aug 2020 · Lesedauer 2 min

Als letzte der im Gemeinderat vertretenen Parteien hat am Mittwoch nun auch die FPÖ ihr Kandidatenteam für die Wien-Wahl am 11. Oktober präsentiert. Auf Quereinsteiger verzichten die Blauen. Die Landesliste sei geprägt von "Verlässlichkeit, Beständigkeit und Erfahrung", erklärte dazu Spitzenkandidat Dominik Nepp bei der Präsentation.

Als letzte der im Gemeinderat vertretenen Parteien hat am Mittwoch nun auch die FPÖ ihr Kandidatenteam für die Wien-Wahl am 11. Oktober präsentiert. Auf Quereinsteiger verzichten die Blauen. Die Landesliste sei geprägt von "Verlässlichkeit, Beständigkeit und Erfahrung", erklärte dazu Spitzenkandidat Dominik Nepp bei der Präsentation.

Somit finden sich auf den vorderen Listenplätzen fast ausschließlich Personen, die bereits jetzt im Landtag und Gemeinderat vertreten sind. Hinter dem geschäftsführenden Parteichef Nepp an der Spitze - die offizielle Obmann-Kür am Parteitag musste Corona-bedingt abgesagt werden und kann wohl erst 2021 nachgeholt werden - folgt der nicht amtsführende Stadtrat Maximilian Krauss, gefolgt von Klubobmann Anton Mahdalik, der Zweiten Landtagspräsidentin Veronika Matiasek und dem Abgeordneten Dietbert Kowarik.

Innerhalb der ersten 15 Plätze der blauen Landesliste finden sich nur zwei Frauen: Neben Matiasek ist das auf Platz 7 die nicht amtsführende Stadträtin Ulrike Nittmann.

Neben Gemeinderatsabgeordneten findet sich auf dem 13. Platz noch der aktuelle Bezirksvorsteher von Simmering, Paul Stadler, der allerdings auch als Bezirkschef erneut ins Rennen geht. Nepp zeigte sich zuversichtlich, dass man die Führung im 11. Bezirk halten oder sogar noch ausbauen werde. Die komplette Liste sei am Montag einstimmig im Vorstand beschlossen worden, berichtete der Spitzenkandidat.

Konkretes Wahlziel nannte Nepp auf Nachfrage nicht. Dass man zweistellig werde, sei jedenfalls "eine Selbstverständlichkeit". Bei der Wien-Wahl 2015 schaffte die FPÖ 30,79 Prozent. Umfragen sagen den Blauen diesmal starke Verluste voraus.

Die Konkurrenz der neuen Partei von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache fürchtet Nepp jedenfalls "gar nicht": "Der grundelt bei zwei bis drei Prozent herum und kommt sicher nicht rein", so Nepp zur APA. Demnach sei eine Stimme für Strache eine verlorene.

Nicht fehlen durfte bei der Präsentation die blaue Farbenlehre: "Wir sind das einzige Gegengewicht gegen Rot, Schwarz und Grün." Thematisch setzt man einmal mehr auf Zuwanderung. Der Zugang zum sozialen Wohnbau und zu Sozialleistungen solle nur österreichischen Staatsbürgern vorbehalten bleiben, forderte Nepp.

Quelle: Agenturen