USA stoppen Vergabe von Einwanderungsvisa für 75 Staaten
Auf diese Weise solle ein Höchstmaß an Überprüfung und Sicherheitskontrolle für alle US-Visumantragsteller gewährleistet werden. Zudem bestehe bei Antragstellern aus diesen Ländern ein hohes Risiko, dass sie auf staatliche Leistungen in den USA angewiesen sein könnten. "Das Außenministerium wird von seiner seit langem bestehenden Befugnis Gebrauch machen, potenzielle Einwanderer für unzulässig zu erklären, die der öffentlichen Hand zur Last fallen und die Großzügigkeit des amerikanischen Volkes ausnutzen würden", sagte der stellvertretende Ministeriumssprecher Tommy Pigott.
Die Maßnahme ist Teil eines verschärften Vorgehens gegen Einwanderung, seit Donald Trump vor knapp einem Jahr wieder als US-Präsident im Amt ist. Der Denkfabrik Cato Institute zufolge handelt es sich um die "migrationsfeindlichste Agenda in der amerikanischen Geschichte", die allein im nächsten Jahr rund 315.000 legale Einwanderer abweisen würde. Besuchervisa sind von der Regelung nicht betroffen. Die USA richten 2026 mit Mexiko und Kanada die Fußball-WM aus, 2028 finden die Olympischen Spiele in Los Angeles statt.
Die Aussetzung betrifft folgende Länder: Afghanistan, Ägypten, Albanien, Algerien, Antigua und Barbuda, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Bahamas, Bangladesch, Barbados, Belarus, Belize, Bhutan, Bosnien, Brasilien, Kambodscha, Kap Verde, Kolumbien, Kuba, Dominica, Dominikanische Republik, Elfenbeinküste, Eritrea, Fidschi, Gambia, Georgien, Ghana, Grenada, Guatemala, Guinea, Haiti, Irak, Iran, Jamaika, Jemen, Jordanien, Kamerun, Kasachstan, Kirgisistan, Kosovo, Kuwait, Laos, Libanon, Liberia, Libyen, Marokko, Moldau, Mongolei, Montenegro, Myanmar, Nepal, Nicaragua, Nigeria, Nordmazedonien, Pakistan, Republik Kongo, Russland, Ruanda, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sri Lanka, Sudan, Südsudan, Syrien, Tansania, Thailand, Togo, Tunesien, Uganda, Uruguay und Usbekistan.
Zusammenfassung
- Die USA setzen ab 21. Jänner die Bearbeitung von Einwanderungsvisa für Antragsteller aus 75 Ländern aus, darunter Afghanistan, Russland und Brasilien.
- Das US-Außenministerium begründet den Schritt mit erhöhten Sicherheitskontrollen und dem Risiko, dass Antragsteller aus diesen Staaten auf staatliche Leistungen angewiesen sein könnten.
- Laut Cato Institute könnten durch diese Maßnahme im kommenden Jahr rund 315.000 legale Einwanderer abgewiesen werden, Besuchervisa sind nicht betroffen.
