APA/APA/AFP/SAUL LOEB

US-Handelsminister Lutnick will zu Epstein aussagen

Heute, 06:00 · Lesedauer 2 min

US-Handelsminister Howard Lutnick, einst Nachbar von Jeffrey Epstein in Manhattan, hat sich freiwillig zu einer Anhörung vor einem Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses über seine früheren Verbindungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Epstein bereit erklärt, wie das Nachrichtenportal Axios berichtet. Lutnick sagte gegenüber Axios: "Ich freue mich darauf, vor dem Ausschuss zu erscheinen. Ich habe nichts Unrechtes getan und möchte die Dinge richtigstellen."

Bis vor kurzem hatte Lutnick behauptet, 2005 die Verbindung zu Epstein abgebrochen zu haben, nachdem er dessen Stadthaus in Manhattan besucht hatte, wo Epstein laut Behördenangaben sexuelle Handlungen mit minderjährigen Mädchen vorgenommen hatte. Als aber Millionen Akten aus den Ermittlungsunterlagen zu Epstein öffentlich gemacht wurden, zeigte sich, dass Lutnick und Epstein noch Jahre nach Epsteins Verurteilung wegen Anstiftung zur Prostitution einer Minderjährigen weiterhin miteinander kommunizierten und gesellschaftliche Kontakte pflegten. Lutnick gab später in einer Anhörung vor dem Senat zu, dass er 2012 Epsteins Privatinsel besucht hatte.

Die Enthüllung, dass Lutnick über das Ausmaß und den zeitlichen Verlauf seiner Verbindungen zu Epstein gelogen hatte, führte zu Rücktrittsforderungen von Demokraten und Republikanern und machte ihn zu einer der prominentesten politischen Persönlichkeiten des Landes, die nach der Veröffentlichung der Akten unter die Lupe genommen wurden.

Zusammenfassung
  • US-Handelsminister Howard Lutnick hat sich freiwillig bereit erklärt, vor einem Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses zu seinen Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein auszusagen.
  • Nach Bekanntwerden dieser fortgesetzten Verbindungen fordern sowohl Demokraten als auch Republikaner Lutnicks Rücktritt, und er steht nun als einer der prominentesten Politiker des Landes im Fokus.