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US-Einwanderungsbehörde nahm Feuerwehrleute bei Einsatz fest

Heute, 09:04 · Lesedauer 2 min

Die US-Einwanderungsbehörde hat im nordwestlichen Staat Washington zwei Feuerwehrleute festgenommen, die sich eben auf ihren Einsatz zur Bekämpfung eines Waldbrands vorbereiteten. Bei einer Kontrolle von Feuerwehrleuten eines Privatunternehmens seien zwei Mitarbeiter entdeckt worden, die sich illegal im Land befunden hätten, erklärte die Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP am Donnerstag. Es soll sich um Mexikaner handeln. Gegen einen sei eine Abschiebe-Anordnung verfügt worden.

Wie die Lokalzeitung "Seattle Times" berichtete, mussten sich im Rahmen der Kontrolle insgesamt 44 Feuerwehrleute aufstellen und ausweisen. Ihnen sei zudem untersagt worden, Aufnahmen der Kontrolle zu machen. "Du hast hier draußen dein Leben riskiert, um die Gemeinschaft vor Ort zu retten", sagte ein Feuerwehrmann, der nicht namentlich genannt wurde, der "Seattle Times" und fügte hinzu: "Und so behandeln sie uns."

Die Feuerwehrleute waren im Einsatz gegen einen seit Juli wütenden Waldbrand, der bereits rund 3.600 Hektar an Vegetation zerstört hat und als "Bear Gulch Fire" bezeichnet wird. Nach Angaben der CBP (Customs and Border Protection) erfolgte die Kontrolle der Feuerwehrleute, nachdem mehrere Förster um eine Prüfung der Mitarbeiterlisten von privaten Feuerwehrfirmen gebeten hatten. Nach Angaben der CBP wurden zwei der kontrollierten Feuerwehrleute festgenommen, für die 42 weiteren wurde die Entlassung aus ihrem Arbeitsverhältnis angeordnet. Der Einsatz der Grenzschützer habe "die Brandbekämpfung in der Region nicht behindert".

Der demokratische Gouverneur von Washington, Bob Ferguson, erklärte in Onlinediensten, er habe Nachforschungen in der Angelegenheit angeordnet und sei "tief besorgt" über den Vorfall. US-Präsident Donald Trump fährt seit seinem Amtsantritt für seine zweite Amtszeit im Jänner einen strikten Migrationskurs mit Razzien und mehr Abschiebegefängnissen.

Zusammenfassung
  • Die US-Einwanderungsbehörde hat im Bundesstaat Washington zwei Feuerwehrleute festgenommen, die sich bei einem Einsatz gegen den Bear Gulch Fire, der seit Juli rund 3.600 Hektar zerstört hat, im Land aufhielten.
  • Insgesamt wurden 44 Feuerwehrleute eines privaten Unternehmens kontrolliert, wobei für 42 von ihnen die Entlassung aus dem Arbeitsverhältnis angeordnet und gegen einen der Festgenommenen eine Abschiebe-Anordnung verfügt wurde.
  • Der demokratische Gouverneur von Washington zeigte sich tief besorgt und ordnete Nachforschungen zu dem Vorfall an, der laut Behörden die laufende Brandbekämpfung nicht beeinträchtigte.