APA - Austria Presse Agentur

"Umweltsünder" Mückstein entschuldigt sich nach Tschickstummel-Aufregung

18. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Nachdem Wolfgang Mückstein in der Wiener Innenstadt beobachtet wurde, wie er einen noch brennenden Zigarettenstummel weggeworfen haben soll, gibt sich der Gesundheitsminister zerknirscht. Sein Bußgeld will er spenden.

Florian Zach von der Wiener Anti-Tschickstummel-Initiative "Ploggerei" will am Montag den Minister in der Wiener Operngasse beobachtet haben, wie er mit einem E-Scooter fahrend eine noch brennende Zigarette wegwarf. 

Aktivist droht Minister mit Schwiegermama

"So geht’s nicht, lieber Wolfgang Mückstein", kommentierte Zach auf Facebook und drohte dem Minister, seine Schwiegermama, die frühere Grüne Nationalratsabgeordnete Eva Mückstein, zu informieren. Sie ist Gemeinderätin in Bad Vöslau und setzte sich dort für Müllsammelaktionen ein. Der Ploggerei-Mitbegründer zeigte im Facebook-Video die noch brennende Zigarette, ein Foto des Ministers gebe es auch, aufgenommen an der nächsten Kreuzung, allerdings nur von hinten. Zach hat nach eigener Aussage den Stummel eingepackt, sollte eine DNA-Analyse nötig sein. 

Bußgeld geht an die Krebshilfe

Mückstein selbst äußerte sich zum von den Boulevard-Medien als "Tschick-Gate" benannten Fall auf "oe24" und "heute.at": "Selbstverständlich sollten Zigarettenstummel stets ordnungsgemäß entsorgt werden. Dass ich das in der Eile am Montag nicht getan habe, tut mir leid." Er will das Bußgeld, das fällig wäre, an die "Don't Smoke"-Initiative der Krebshilfe spenden. Außerdem versprach er, sich einen mobilen Aschenbecher zu besorgen. 

Und weil es immerhin der Gesundheitsminister ist, der beim Rauchen erwischt wurde, warnte er auch vor der Gefahr des blauen Rauchs: "Am besten sollte man übrigens mit dem Rauchen gar nicht erst anfangen – das schont die Umwelt und die eigene Gesundheit."

Auf das Wegwerfen eines Zigarettenstummels stehen in Wien 50 bis 1.000 Euro, wird der Fall angezeigt, kann sich die Strafe auf 2.000 Euro erhöhen. 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam