Wiener ÄrztekammerAPA/HERBERT PFARRHOFER

Handys und Laptops bei der Ärztekammer beschlagnahmt

07. März 2023 · Lesedauer 2 min

Die Staatsanwaltschaft macht Ernst: In der Causa um mutmaßliche Missstände in einer ausgelagerten Tochtergesellschaft der Niedergelassenen-Kurie der Wiener Ärztekammer, sind Handys und Laptops beschlagnahmt worden.

Das berichtete zunächst das Online-Magazin "Dossier". Gegen einen Kammermitarbeiter und Vertrauten von Präsident Johannes Steinhart, wurden die Ermittlungen ausgeweitet.

Ursprünglich nur wegen des Verdachts der Begünstigung angezeigt, wird laut Sicherstellungsanordnung der Staatsanwaltschaft nun auch gegen ihn - wie gegen die anderen Beschuldigten - der Verdacht der Untreue erhoben.

Beschulidgte hätten auf Anweisung gehandelt

Der Vorwurf in der Causa: Begünstigung, beziehungsweise Untreue. Im Fokus der Staatsanwaltschaft: die beiden Ex-Geschäftsführer der Equip4Ordi und ein Mitarbeiter der Wiener Ärztekammer.

Die Beschuldigten sollen ausgesagt haben, sie hätten auf Weisung bzw. mit Genehmigung von Steinhart gehandelt. Dieser weist alle Vorwürfe zurück. Aktuell werden diese von Staatsanwaltschaft, Rechnungshof, der Magistratsabteilung 40 und einer kammer-internen Untersuchungskommission geprüft.

Berichte: Equip4Ordi stellt den Betrieb ein

Der "Kurier" berichtete indes, dass die Equip4Ordi GmbH ihren Betrieb einstellt. Das Unternehmen belieferte bisher Arzt-Ordinationen mit medizinischen Materialien. Ab 15. März können nun keine Bestellungen mehr erfolgen, informiert das Unternehmen die Ärzte. Eine Analyse habe ergeben, dass die Plattform in dieser Form nicht wirtschaftlich zu betreiben sei.

Quelle: Agenturen / Redaktion / zeh