APA/ROLAND SCHLAGER

Umfragen: Gutes Zeugnis für Regierungshandeln in Coronakrise

Zwei Umfragen stellen dem Handeln der Regierung in der Coronakrise ein einigermaßen gutes Zeugnis aus. So erachten 58 Prozent der Österreicher in einer Umfrage des Meinungsforschers Peter Hajek für "ATV Aktuell" die Wirtschaftsmaßnahmen der Bundesregierung als wirkungsvoll. In einer Market-Umfrage, über die der "Standard" berichtete, zeigen sich 46 Prozent mit dem Tempo des Hochfahrens zufrieden.

Zwei Umfragen stellen dem Handeln der Regierung in der Coronakrise ein einigermaßen gutes Zeugnis aus. So erachten 58 Prozent der Österreicher in einer Umfrage des Meinungsforschers Peter Hajek für "ATV Aktuell" die Wirtschaftsmaßnahmen der Bundesregierung als wirkungsvoll. In einer Market-Umfrage, über die der "Standard" berichtete, zeigen sich 46 Prozent mit dem Tempo des Hochfahrens zufrieden.

Wähler der ÖVP und der Grünen unterstützten den Regierungskurs sogar zu mehr als 50 Prozent (Market, n=1.000). 32 Prozent hingegen wünschten sich ein schnelleres Hochfahren - darunter ein besonders hoher Anteil von FPÖ-Wählern, von denen gut die Hälfte eine Aufhebung der Einschränkungen befürwortet, hieß es in dem "Standard"-Bericht. Tendenziell seien aber auch SPÖ- und NEOS-Anhänger für eine raschere Wirtschaftsbelebung.

Von den 58 Prozent, die die Wirtschaftsmaßnahmen als wirkungsvoll erachten, sind 16 Prozent der Österreicher der Ansicht, dass diese "sehr gut" funktionieren, 42 Prozent finden sie "eher gut" (Hajek, n=500). 21 Prozent meinen wiederum, dass diese "eher schlecht" laufen und 12 Prozent empfinden sie als "sehr schlecht". Nach Parteienpräferenz: 79 Prozent der Grün-Wähler, 78 Prozent der ÖVP-Wähler, 56 Prozent der NEOS-Wähler, 43 Prozent der SPÖ- und 30 Prozent der FPÖ-Wähler erachten die bisherigen Vorkehrungen als effektiv.

Etwas gelitten haben laut den Ergebnissen der Market-Umfrage die Werte von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), was eine Direktwahl anbelangt. Aktuell sagen 33 Prozent der Befragten, dass sie Kurz ihre Stimme geben würden, in den ersten Maiwochen hatte dieser Wert noch zwischen 40 und 44 Prozent geschwankt. Die Kanzlerpartei ÖVP bleibt davon aber unberührt: Sie könnte bei einer Wahl derzeit mit 43 Prozent rechnen - das ist ein Prozentpunkt weniger als in den vergangenen Wochen, aber insgesamt sehr stabil. Die SPÖ hat sich nach ihrer Mitgliederbefragung wieder stabilisiert und kommt mit 21 Prozent auf den zweiten Platz. Der dritte geht an die Grünen mit 17 Prozent. Die FPÖ hat hochgerechnet zwölf Prozent, die NEOS kommen auf sechs und allfällige weitere Gruppen kämen auf ein Prozent.

ribbon Zusammenfassung
  • Zwei Umfragen stellen dem Handeln der Regierung in der Coronakrise ein einigermaßen gutes Zeugnis aus.
  • So erachten 58 Prozent der Österreicher in einer Umfrage des Meinungsforschers Peter Hajek für "ATV Aktuell" die Wirtschaftsmaßnahmen der Bundesregierung als wirkungsvoll.
  • In einer Market-Umfrage, über die der "Standard" berichtete, zeigen sich 46 Prozent mit dem Tempo des Hochfahrens zufrieden.