APA - Austria Presse Agentur

Flughäfen rüsten sich für bevorstehende PCR-Tests

27. Juli 2021 · Lesedauer 4 min

Für Reiserückkehrer aus Spanien, den Niederlanden und Zypern, die nicht geimpft sind, wird es demnächst verpflichtende PCR-Tests an den Flughäfen geben.

Die entsprechende Verordnung wird nur für diese Woche erwartet, die Details sind noch in Abstimmung.  Die PCR-Tests werden dann zeitnahe starten, hieß es aus dem Gesundheitsministerium.

Die Flughäfen bereiten sich jedenfalls schon auf die bevorstehenden Tests vor.Die Testpflicht wird vorerst nur für Heimkehrer und Urlauber, die via Direktflug aus Spanien, Zypern oder den Niederlanden einreisen und nicht entweder vollimmunisiert sind oder einen negativen PCR-Test vorweisen können.

Hohe Strafen für Testverweigerer

Ausgenommen sind vollständig Geimpfte und genesene Personen mit mindestens einer Impfung. Beim Vakzin von Johnson & Johnson ist ein Stich ausreichend. Wer keinen PCR-Test vorlegen kann, soll diesen am Flughafen nachholen. Dafür soll es kostenlose Testangebote geben. In Quarantäne muss man erst bei einem positiven Ergebnis. Wenn man den Test verweigert, drohen Strafen in der Höhe von bis zu 1.450 Euro.

Ab welchem Alter Kinder getestet werden müssen, ist noch offen. Generell gilt in Österreich eine Testpflicht ab zwölf Jahren und auch der EU-Rat hat Tests ab diesem Alter empfohlen. Gut möglich, dass das beibehalten wird. In Wien brauchen Kinder ab sechs einen Eintrittstest, mit Ausnahmen für die Hauptstadt in Bezug auf Rückreisen ist derzeit allerdings nicht zu rechnen.

Die Regierung hat die neue Testpflicht damit begründet, dass rund ein Drittel der Neuinfektionen auf Reisen zurückzuführen sind. Die EU empfiehlt Reiseeinschränkungen, wenn ein Land eine 14-Tage-Inzidenz von mehr als 75 aufweist und die Delta-Variante vorherrscht.

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Die deutsche Regierung hatte vergangene Woche ganz Spanien und die Niederlande wegen hoher Corona-Infektionszahlen in der Pandemie zum Hochrisikogebiet erklärt. Für Reiserückkehrer, die nicht geimpft oder von Corona seit bis zu sechs Monaten genesen sind, gilt damit eine zehntägige Quarantänepflicht. Bei Hochrisikogebieten kann ein vorgelegter Negativtest in Nachbarland erst nach fünf Tagen von der Quarantänepflicht befreien.

Vorbereitungen laufen

Die heimischen Flughäfen bereiten sich für die neuen Bestimmungen jedenfalls schon vor, wie ein Rundruf der APA am Dienstag ergab. Beim Flughafen Graz sieht man sich gut für die anstehenden PCR-Tests gerüstet. Schon bisher waren Tests am Flughafen möglich. Sollte die Verordnung es ermöglichen, dass die verpflichtenden PCR-Tests in die schon errichtete Infrastruktur eingebunden werden können, sei nur wenig Vorlaufzeit nötig, um den Betrieb aufzunehmen. Geschäftsführer Wolfgang Grimus sagte dem ORF Steiermark: "Wir haben zweimal die Woche einen Flug aus Palma und fünfmal die Woche einen Flug von und nach Amsterdam mit der KLM - es wären also schon einige Flüge davon betroffen." Pro Woche kommen rund 600 Passagiere aus diesen Destinationen zusammengerechnet in Graz an. Viele von ihnen dürften aber schon geimpft oder genesen sein und werden daher keinen PCR-Test benötigen.

Am Flughafen Innsbruck werden seit Montag vergangener Woche bereits auf freiwilliger Basis kostenlose PCR- bzw. Gurgeltests für Rückkehrer bzw. Urlauber aus Spanien, den Niederlanden und Griechenland angeboten. Die Maßnahme sei unabhängig von der nunmehrigen Verordnung aufgesetzt worden, sagte der stellvertretende Flughafendirektor Patrick Dierich der APA. Betroffen sei ein Direktflug pro Woche aus Mallorca, zwei aus Amsterdam sowie sieben bis acht aus Griechenland. Aus Zypern wird die Tiroler Landeshauptstadt nicht direkt angeflogen.

Die Tests würden bisher reibungslos vonstattengehen, so Dierich. 15 bis 20 Prozent der betroffenen Fluggäste würden das Angebot nützen. Die Passagiere können sich noch in der Ankunftshalle per QR-Quode registrieren, werden dann zu in der Halle anwesenden Rotes Kreuz-Mitarbeitern weitergeleitet und absolvieren dort den Test. Das Ergebnis erhält man innerhalb von 24 Stunden aufs Handy, erläuterte Dierich.

Quelle: Agenturen