APA - Austria Presse Agentur

Umfrage: SPÖ überholt erstmals wieder ÖVP

20. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Die SPÖ liegt laut einer aktuellen Umfrage knapp vorne. Auf einem Rekordtief steht die Zustimmung der Österreicher zum Corona-Management. Dennoch liegt die ÖVP in der Kanzlerfrage noch vorne.

Die SPÖ scheint in der Wählergunst wieder zu steigen. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Unique Research im Auftrag des Nachrichtenmagazins "profil".

Demnach kommt die SPÖ auf 25 Prozent der Stimmen, dicht gefolgt von der ÖVP mit 24 Prozent. 20 Prozent der Stimmen hat die FPÖ. Grüne und NEOS verlieren leicht und kommen auf 13 Prozent und 10 Prozent.

ÖVP in Kanzlerfrage vorne

In der Kanzlerfrage gewinnt die ÖVP. 18 Prozent der Befragten würden sich bei einer Direktwahl für den jetzigen Bundeskanzler Alexander Schallenberg entscheiden. 15 Prozent der Stimmen erhält SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner.  12 Prozent entfallen auf FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl. Für Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger würden sich 6 Prozent der Befragten entscheiden.

Nur wenige mit Corona-Politik zufrieden

Nur 3 Prozent der befragten Österreicher ist mit der Corona-Politik der Bundesregierung sehr zufrieden. Damit fällt die Zustimmung auf ein Rekordtief. 26 Prozent der Befragten halten das Krisenmanagement für "eher gut", 39 Prozent für "sehr schlecht" und 29 Prozent für "eher schlecht".

Ebenfalls in der Umfrage abgefragt wurde auch, wie stark die Pandemie zu Streitigkeiten im Freundeskreis geführt habe. So geben 10 Prozent an, dass es wegen Corona bereits zu mehreren Zerwürfnissen im Freundeskreis kam – für 9 Prozent trifft das auf einen Freund zu. Besonders hoch ist dieser Wert allerdings bei Anhängern der Impfgegner-Partei MFG: 39 Prozent der Sympathisanten haben sich bereits mit mehreren Freunden wegen der Corona-Pandemie zerstritten.

Zur Umfrage: Die Umfrage wurde zwischen 15. bis 18. November 2021 durchgeführt. Befragt wurden 800 Österreicher, die Schwankungsbreite liegt bei 3,5 Prozent.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea