PULS 24

Umfrage: Mehrheit gegen Importstopp für russisches Gas

05. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Zwar spricht sich eine Mehrheit für verschärfte Sanktionen gegen Russland aus, allerdings gegen einen Importstopp für Energielieferungen.

Das nächste Sanktionspaket der EU gegen Russland aufgrund des völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Ukraine wird derzeit verhandelt. Im Gespräch ist auch ein Importstopp für russisches Öl – auch Gas wird bald ein Thema sein. Da ist sich unter anderem der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sicher, der im PULS 24 Interview sagte: "Es ist unausweichlich. Es wird kommen. Es ist nur eine Frage der Zeit."

58 Prozent für Verschärfung

Auch in Österreich gibt es eine Mehrheit für weitere Sanktionen gegen Russland. Das zeigt eine aktuelle IFDD-Umfrage im Auftrag von PULS 24. 58 Prozent befürworten eine Verschärfung der Sanktionen, 33 Prozent sind dagegen – besonders, weil sie damit eine Konfliktverschärfung befürchten und der Meinung sind, die EU sollte Putin nicht weiter provozieren.

52 Prozent gegen Importstopp

Einen Importstopp für Energielieferungen (Öl & Gas) befürworten 38 Prozent – 52 Prozent sprechen sich dagegen aus. Besonders, da die daraus resultierenden Engpässe und Preiserhöhungen für die Wirtschaft wohl nur schwer verkraftbar wären.

Mehrheit für Entlastung

Für Armutsbetroffene soll es laut den Befragten eine kurzfristige Entlastung in Form von einer kostenlosen Energieversorgung und Einmalzahlung geben. 81 Prozent stimmen dem zu, 14 Prozent lehnen dies ab.

Zur Umfrage: Auftraggeber: PULS 24 – Vorgeschichtetes Randomverfahren, CAWI - Zielgruppe: Wahlberechtigte Österreicher:Innen rep. ab 16 Jahren – Stichprobengröße: n = 1.000 – Maximale Schwankungsbreite: +/- 3,1 % - Untersuchungszeitrum: 30. April 2022 – 4. Mai 2022 – Ausführendes Institut: IFDD – Institut für Demoskopie & Datenanalyse

Weitere Umfrageergebnisse (Sonntagsfrage, Bundespräsidentenwahl) finden Sie hier: 

Meinungsforscher Christoph Haselmayer analysiert im Newsroom LIVE alle Ergebnisse: 

Quelle: Redaktion / moe