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Ukrainische Regierung für Putin "Drogenabhängige und Neonazis"

25. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die ukrainische Armee aufgefordert, die Macht in Kiew zu übernehmen und Präsident Wolodymyr Selenskyj und sein Umfeld zu stürzen. Unterdessen drohte das russische Außenministerium auch Finnland und Schweden.

"Nehmt die Macht in Eure Hände. Mir scheint, Verhandlungen zwischen euch und uns wären einfacher", sagte Putin am Freitag in einer an die ukrainischen Streitkräfte gerichteten Rede, die im russischen Fernsehen übertragen wurde.

Die Mitglieder der ukrainischen Regierung bezeichnete Putin als "Bande von Drogenabhängigen und Neonazis" und "Terroristen". Der Kreml behauptet seit Jahren, 2014 hätten aus dem Ausland gesteuerte "Faschisten" in Kiew einen anti-russischen Staatsstreich herbeigeführt.

Lob für russische Soldaten

Putin lobte zugleich das Vorgehen der russischen Armee im Nachbarland. Der Einmarsch hatte am Donnerstagmorgen auf Anordnung des Kreml-Chefs begonnen. Er wolle den Soldaten und Offiziere "die höchste Anerkennung" aussprechen, sagte er. Sie handelten "mutig und professionell". Er erwähnte nicht die vielen russischen Todesopfer, die es laut ukrainischen Angaben bei den Kämpfen gegeben haben soll - laut dem Verteidigungsministerium in Kiew 2.800. Russland hat bisher keine Verluste in den eigenen Reihen gemeldet.

Unterdessen erneuerte Moskau alte Drohkulissen auch gegen Finnland. Ein NATO-Beitritt Finnland würde politische und militärische Konsequenzen nach sich ziehen, so das russische Außenministerium auf Twitter.

Auch Schweden war schon Opfer dieser Drohgebärden geworden. "Wir führen derzeit keine Gespräche über einen möglichen Nato-Beitritt Finnlands", bereite sich aber auf einen möglichen Angriff vor, hieß es kürzlich von der finnischen Ministerpräsidentin Sanna Marin. Die Ukraine habe wie Schweden das Recht, ihre eigenen sicherheitspolitischen Entscheidungen zu treffen. "Es steht Russland nicht zu, diese durch Drohungen und Gewalt zu diktieren", sagte die schwedische Außenministerin Ann Linde.

Quelle: Agenturen