APA/APA/AFP/ATTILA KISBENEDEK

Ukraine: Salvini will Flüchtlingen helfen

07. März 2022 · Lesedauer 2 min

Der Chef von Italiens rechter Regierungspartei Lega, Matteo Salvini, ist am Montag in Warschau eingetroffen. Der Ex-Innenminister habe eine "Friedensmission" begonnen und wolle die polnisch-ukrainische Grenze erreichen, um die Bevölkerung auf der Flucht zu unterstützen, teilte die Lega am Montag mit.

Salvini traf in Warschau den Nuntius von Polen, Salvatore Pennacchio, und mehrere in Polen aktive italienische Unternehmer. Ziel sei es, Hilfen für die Flüchtlinge zu organisieren, sagte der Lega-Chef. Besprochen wurde das Thema humanitärer Korridore und Hilfen für Minderjährige, teilte Salvini mit.

Für Schaffung von "Friedenskorridore"

Der italienische Politiker hatte vergangene Woche Kontakte zu Ungarn und Polen für die Einrichtung von "Friedenskorridoren" aufgenommen. "Wir arbeiten an einer großen Friedensbewegung, die sich dem Krieg in den Weg stellen wird", hatte Salvini per Pressekonferenz in der Abgeordnetenkammer in Rom vergangene Woche angekündigt. Der Friede müsse mit allen erforderlichen Mitteln verfolgt werden, ohne jemals die Zeit des Dialogs, der Konfrontation und des Zuhörens zu unterbrechen. Man müsse mit allen Mitteln einen Atomkonflikt vermeiden, warnte Salvini.

Salvini: Kein Schwarzgeld in Russland

Der Lega-Chef wehrte sich vergangene Woche gegen einen Bericht der Tageszeitung "New York Times", wonach seine Partei Schwarzgelder aus Russland erhalten habe. Er habe keinerlei Kontakte zum russischen Präsidenten Wladimir Putin, versicherte Salvini.

"Es tut mir leid, dass die 'New York Times' Unsinn schreibt und Zeit zu verschwenden hat. Ich bin von niemandem abhängig. Was ich tue, entscheide ich selbst, im Guten wie im Schlechten. Ich habe niemals Dollar, Rubel oder Yen angenommen. Wenn die 'New York Times' mich interviewen will, kann sie das tun, aber lassen Sie uns lieber über den Frieden sprechen statt über Dinge, die nicht existieren."

Quelle: Agenturen / Redaktion / foj