puls24.at

Türkei: Tötung von iranischem Atomwissenschafter war Mord

29. Nov 2020 · Lesedauer 1 min

Die Türkei hat den tödlichen Angriff auf einen iranischen Atomwissenschafter als "abscheulichen Mord" verurteilt. Man hoffe, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen würden und appelliere an alle Parteien, mit gesundem Menschenverstand und Maß zu handeln und Unternehmungen zu vermeiden, die zu einer Eskalation in der Region führten, teilte das Außenministerium in Ankara am späten Samstagabend mit.

"Wir verurteilen diesen abscheulichen Mord und drücken der iranischen Regierung und der Familie des Verstorbenen unser Beileid aus", hieß es weiter. Der Atomwissenschafter Mohsen Fakhrizadeh war am Freitag nach Angaben der iranischen Regierung in seinem Auto angeschossen und so schwer verletzt worden, dass er kurz darauf in einem Krankenhaus starb. Der Iran macht Israel und die USA für die Tat verantwortlich.

Den Worten eines Regierungssprechers zufolge will der Iran wegen des tödlichen Anschlags nicht seine diplomatischen Bestrebungen opfern. "In diese Falle sollten wir definitiv nicht tappen", sagte Ali Rabiei am Sonntag. Auch während der Atomgespräche mit den Weltmächten zwischen 2005 und 2015 gab es laut Rabiei Anschläge auf iranische Kernphysiker. Aber auch damals wurden die Verhandlungen fortgesetzt und nicht wegen der Anschläge aufgegeben, so der Sprecher laut dem Nachrichtenportal Alef.

Quelle: Agenturen