Grönland-Streit
Trump spricht heute in Davos: Europäer hoffen auf Treffen
Nachdem die Präsidentenmaschine wegen eines technischen Problems umkehren musste, startete er am Mittwoch gegen 06.00 Uhr MEZ mit einem neuen Flugzeug in Richtung Schweiz, berichtete ein AFP-Journalist an Bord der Maschine.
Auf die Rede blickt angesichts seiner Annexionsideen für Grönland, Zollankündigungen gegen Verbündete und Pläne für einen "Friedensrat" wohl die ganze Welt.
Die US-Präsidentenmaschine Air Force One war nach Angaben des Weißen Hauses zum Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews zurückgekehrt, nachdem ein "kleines" elektronisches Problem festgestellt worden war. Trump und seine Begleiter stiegen dort in ein anderes Flugzeug um.
Die Reise verzögerte sich dadurch um rund zweieinhalb Stunden. In der Schweiz war Trumps Rede ursprünglich für Mittwoch um 14.30 Uhr geplant. Vor seinem Abflug hatte Trump erklärt, er habe "keine Ahnung", wie sein Besuch in Davos verlaufen werde.
Europäer hoffen auf Treffen
Trump reist mit der größten US-Delegation an, die das WEF je gesehen hat. Zur Zentrale haben die Amerikaner eine Kirche erkoren. Durch seinen Auftritt steht das Treffen der Topmanager und Spitzenpolitiker in den Schweizer Bergen dieses Jahr ganz im Zeichen der Geopolitik. Das Motto lautet "Im Geiste des Dialogs". Und so hoffen die Europäer darauf, Trump im verwinkelten Kongresszentrum auch persönlich zur Rede stellen zu können.
Am Dienstag hatten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bereits die Chance, den Ton vorzugeben: Sie verurteilten Trumps Vorgehen mit Blick auf Grönland zwar, blieben aber vergleichsweise verhalten.
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Trump vor Start zuversichtlich für Lösung
Einige Stunden vor seinem Start hatte sich Trump zuversichtlich, dass man eine Lösung finden werde, mit der die NATO und die USA "sehr glücklich" sein werden. Gleichzeitig bekräftigte Trump seine bekannte Position, dass die USA Grönland aus Sicherheitsgründen bräuchten. Auf die Frage, wie weit er gehen würde, um die Insel in den Besitz der USA zu bringen, sagte Trump: "Das werden Sie sehen." Angesprochen darauf, dass die Grönländer nicht zu den USA gehören wollten, sagte Trump nun, wenn er mit ihnen spreche, würden sie sicher begeistert sein.
Auch Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) ist in Davos. Am Mittwoch ist unter anderem ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geplant, allerdings ist noch unsicher, ob Selenskyj nach Davos kommt. Laut Kiew hängt eine Teilnahme davon ab, ob es zu einem "substanziellen Treffen" des ukrainischen Präsidenten mit Trump kommt. Schwerpunkt von Stockers wirtschaftspolitischen Arbeitstreffen ist die Umsetzung der neu beschlossenen österreichischen Industriestrategie.
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Zusammenfassung
- US-Präsident Donald Trump ist nach einem technischen Problem an der Air Force One mit zweieinhalb Stunden Verspätung und einem Ersatzflugzeug zum Weltwirtschaftsforum in Davos aufgebrochen, wo seine Rede ursprünglich für 14.30 Uhr geplant war.
- Trump reist mit der größten US-Delegation, die das WEF je gesehen hat, und sein Besuch steht im Zeichen geopolitischer Spannungen, insbesondere wegen der US-Annexionsideen für Grönland und angekündigter Zölle gegen Verbündete.
- Bundeskanzler Christian Stocker ist ebenfalls in Davos, wo ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj geplant ist, dessen Teilnahme jedoch von einem substanziellen Gespräch mit Trump abhängt.
