Trump drängt Kuba zu Abkommen mit den USA
"Kuba greift nicht an - es wird seit 66 Jahren von den USA angegriffen, und es droht nicht; es bereitet sich darauf vor, die Heimat bis zum letzten Tropfen Blut zu verteidigen", schrieb Diaz-Canel auf X. Einzelheiten zu seinem geplanten Abkommen nannte Trump zunächst nicht.
Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch US-Truppen hat Trump die Übergangspräsidentin Delcy Rodriguez aufgefordert, venezolanisches Öl in die USA zu liefern. Auch Mexiko liefert Öl an Kuba, wenn auch in kleineren Mengen.
Die Feindschaft zwischen den USA und Kuba reicht zurück bis zur Revolution von Fidel Castro 1959. Die jahrzehntelangen Sanktionen der Regierung in Washington gelten als einer der Gründe für die schwere Wirtschaftskrise auf der Insel. Dort kommt es regelmäßig zu längeren Stromausfällen. Kubas Stromversorgung beruht der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge zu 83 Prozent auf Öl und zu knapp 13 Prozent auf Erdgas.
Der US-Geheimdienst zeichnet zwar ein düsteres Bild der wirtschaftlichen und politischen Lage des Karibikstaates. Doch seine Einschätzungen stützen Trumps Vorhersage nicht eindeutig, dass die Insel kurz vor dem Zusammenbruch stehe, wie Reuters von drei mit den vertraulichen Einschätzungen vertrauten Personen erfuhr.
Die CIA ist demnach der Ansicht, dass wichtige Sektoren der kubanischen Wirtschaft, wie Landwirtschaft und Tourismus, durch die häufigen Stromausfälle, Handelssanktionen und andere Probleme stark belastet sind. Der drohende Verlust von Ölimporten und anderer Unterstützung aus Venezuela könne der kommunistischen Führung erheblich zusetzen.
Zusammenfassung
- US-Präsident Donald Trump fordert Kuba zu einem Abkommen mit den USA auf und droht, dass der Inselstaat künftig kein Öl und kein Geld mehr aus Venezuela erhalten werde, von wo Kuba den Großteil seines Öls bezieht.
- Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel weist die Drohung scharf zurück und erklärt, Kuba werde sich bis zum letzten Tropfen Blut verteidigen, während er den USA abspricht, Kuba ein Abkommen aufzuzwingen.
- Laut Internationaler Energieagentur (IEA) basiert Kubas Stromversorgung zu 83 Prozent auf Öl und zu knapp 13 Prozent auf Erdgas, was das Land besonders anfällig für den Verlust venezolanischer Lieferungen macht.
