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Trump "nicht glücklich" mit den Iran-Gesprächen

Heute, 19:24 · Lesedauer 3 min

US-Präsident Donald Trump hat sich unzufrieden über die bisherigen Gespräche mit dem Iran über dessen Atomprogramm geäußert. "Ich bin nicht glücklich darüber, wie sie sich verhalten", sagte Trump. "Sie sollten ein Abkommen abschließen, das wäre klug von ihnen." Am Montag reist US-Außenminister Marco Rubio nach Israel, um vor Ort über die Konfliktlage mit Teheran zu sprechen. Außerdem sind Anfang der Woche Atomgespräche in Wien geplant, zudem will der Oman vermitteln.

Einem Insider zufolge trifft der omanische Außenminister dazu am Freitag in Washington mit US-Vizepräsident JD Vance zusammen. Wie Trump in Washington weiter sagte, hat der Iran bisher nicht eingewilligt, auf den Besitz und den Erwerb von Atomwaffen zu verzichten. "Wir wollen, dass der Iran keine nuklearen Waffen besitzt, und genau diese wichtigen Worte sagen sie nicht".

Zugleich äußerte Trump sich mit Blick auf ein mögliches militärisches Vorgehen: Es wäre netter, wenn ein Militäreinsatz nicht nötig sei - "aber manchmal muss man es auf diesem Weg machen", sagte er. Trump betonte, dass er das "stärkste Militär der Welt" gerne nicht einsetzen wolle. Eine abschließende Entscheidung zum weiteren Kurs habe er bislang nicht gefällt.

Mitte des Monats hatte Trump noch eine Frist für einen Deal genannt. Vor Journalisten sagte er auf einem Flug mit der Air Force One, dass 10 bis 15 Tage ausreichend seien. Das sei "so ziemlich das Maximum".

Zuletzt hatten die USA und der Iran am Donnerstag miteinander verhandelt. Am Montag wollen sie erneut zusammenkommen. Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araqchi sind "technische Gespräche" bei der IAEA in Wien geplant.

Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.

Rubio in Nahost

Unterdessen plant Rubio für Anfang kommender Woche in Israel Gespräche über die Lage im Konflikt mit dem Iran. Geplant seien Treffen am Montag, am Dienstag werde Rubio in die USA zurückreisen, erklärte das Außenministerium in Washington am Freitag. Anders als üblich werde der Minister keine Reporter in seinem Flugzeug mitnehmen. Kurz zuvor hatte Washington Botschaftsmitarbeitern in Israel angesichts eines möglichen US-Angriffs auf den Iran eine Ausreise nahegelegt.

In Israel werde Rubio "eine Reihe regionaler Prioritäten besprechen, darunter den Iran, Libanon und die laufenden Bemühungen zur Umsetzung von Präsident Trumps 20-Punkte-Friedensplan für den Gazastreifen", erklärte Außenamtssprecher Tommy Pigott. Am Donnerstag hatten Vertreter der USA und des Iran erneut indirekte Atomgespräche geführt.

Zusammenfassung
  • US-Präsident Donald Trump kritisierte die bisherigen Atomgespräche mit dem Iran als unbefriedigend und forderte ein klares Bekenntnis Teherans zum Verzicht auf Atomwaffen.
  • Für einen möglichen Deal nannte Trump eine Frist von 10 bis 15 Tagen und betonte, dass ein Militäreinsatz zwar vermieden werden solle, aber nicht ausgeschlossen sei.
  • US-Außenminister Marco Rubio reist am Montag nach Israel, während parallel neue Atomgespräche in Wien stattfinden und der Oman als Vermittler auftritt.