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Tochter von verurteiltem Kapitol-Stürmer: "Trump verdient Leben in Haft"

02. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Wegen der Erstürmung des US-Kapitols ist ein Mitglied einer rechtsextremen Miliz zu mehr als sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Eine seiner Töchter fordert stattdessen lebenslange Haft für Ex-US-Präsident Donald Trump.

Es ist die bisher höchste Freiheitsstrafe bei der Aufarbeitung des Kapitol-Sturms am 6. Jänner 2021: Bundesrichterin Dabney Friedrich verhängte am Montag in Washington eine 87-monatige Haftstrafe gegen Guy Reffitt von der Miliz "Three Percenters". Radikale Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump hatten das Kapitol gestürmt, als dort der Sieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl vom November 2020 endgültig bestätigt werden sollte. Fünf Menschen starben, 140 Polizisten wurden verletzt.

Wenige Minuten nach dem Urteil forderte eine der Töchter des Randalierers lebenslange Haft für Donald Trump. Die Verurteilung für ihren Vater sei "unfair", es sei eigentlich Donald Trump , der "lebenslänglich im Gefängnis verdient" hätte, sagte sie US-Medien.

"Trump verdient ein Leben im Gefängnis, wenn mein Vater so lange im Gefängnis ist", sagte sie. Berichten zufolge gab sie davor auch eine Erklärung im Gerichtssaal ab, in der sie dem Gericht mitteilte, dass ihr Vater während der Unruhen vom 6. Januar kein "Anführer" gewesen sei, wie von der Staatsanwaltschaft behauptet.

Der 49-jährige Guy Reffitt war bereits im März schuldig gesprochen worden, eine Schusswaffe nach Washington mitgebracht, Polizisten angegriffen und einen offiziellen Vorgang behindert zu haben.

"Verräter werden erschossen"

Er wurde auch verurteilt, weil er seinen Sohn und seine Tochter bedroht und davor gewarnt hatte, zur Polizei zu gehen. "Verräter werden erschossen", sagte er zu seinem 18-jährigen Sohn, der trotzdem bei der US-Bundespolizei FBI und dann vor Gericht gegen seinen Vater aussagte.

Reffitt war der erste Angeklagte, dem wegen der Gewalt vom 6. Jänner 2021 der Prozess gemacht worden war. Videos zeigen, wie der Ölarbeiter aus dem Bundesstaat Texas sich auf den Stufen des Kapitols Auseinandersetzungen mit Polizisten lieferte und andere Angreifer anspornte. Die Anklage hatte ihn während des Prozesses als "Speerspitze dieses Mobs" bezeichnet. "Er hat das Streichholz angezündet, das das Feuer entfacht hat."

Quelle: Redaktion / koa