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Tiroler FPÖ schickt alte und neue Gesichter in die Wahl

29. Juli 2022 · Lesedauer 3 min

Die Tiroler FPÖ hat am Freitag die ersten zehn Plätze auf der Landesliste für die Landtagswahl am 25. September präsentiert. Darunter zu finden sind altbekannte Gesichter, aber auch neue. Sieben Männer und drei Frauen sollen das blaue Rennen machen. Spitzenkandidat und Landesparteiobmann Markus Abwerzger betonte bei einer Pressekonferenz hinsichtlich Koalitionsvarianten, dass es in der ÖVP auch "vernünftige Kräfte" gebe und auch abseits der ÖVP Mehrheiten möglich seien.

Hinter Abwerzger kandidiert an zweiter Stelle Generalsekretär LAbg. Patrick Haslwanter, auf ihn folgt Bundesrat Christoph Steiner. Er soll aber auch weiterhin die FPÖ in der Wiener Länderkammer als Fraktionsobmann vertreten. Ebenfalls wieder eine gute Chance auf Einzug in den Landtag hat LAbg. Evelyn Achhorner mit dem vierten Platz, wie auch der neue Kramsacher Bürgermeister und Kufsteiner Bezirksparteiobmann Andreas Gang (Listenplatz fünf).

Erneut vertreten ist an sechster Stelle LAbg. Alexander Gamper. Mit der Südtirolerin und Bundessprecherin des Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) Gudrun Kofler - die zuvor bei der Partei Süd-Tiroler-Freiheit war - könnte ein neues Gesicht in den Tiroler Landtag einziehen. Nach Kofler, an achter Stelle, findet sich die Haller Gemeinderätin Irene Partl auf der Liste. Auf Platz neun kandidiert mit Rudi Federspiel ein blauer Polit-Profi, der bereits schwarzes und blaues Landtagsmitglied war und derzeit Innsbrucker FPÖ-Stadtparteiobmann ist. Auf Listenplatz zehn findet sich der Schwazer Daniel Marschik. Am Donnerstag wurde die Liste einstimmig im Landesparteivorstand beschlossen. Nicht mehr antreten wird der Kufsteiner LAbg. Christofer Ranzmaier.

Für Abwerzger tritt mit diesen Personen ein Team an, das sich gegen Teuerung, Lockdown, Impfpflicht, Massenmigration und für eine umfassende österreichische Neutralität einsetzt. Die FPÖ wolle sich für Grund- und Freiheitsrechte und jene Menschen starkmachen, "die nicht auf die Butterseite des Lebens gefallen sind", sagte der FPÖ-Chef. Außerdem soll sich "Leistung wieder lohnen".

Scharf teilte Abwerzger gegen die ÖVP aus, er forderte ein "Ende der schwarzen Korruption", die in der "DNA der ÖVP" liege. Er wolle keine aktiven Politiker mehr in den Aufsichtsräten landesnaher Unternehmen und eine Aufwertung des Landtages sehen. Grundsätzlich hielt er fest, dass es in der ÖVP "in der zweiten Reihe" sehr wohl "vernünftige Kräfte" gebe, wen er damit konkret meine, wollte er aber nicht beantworten. Sollte die FPÖ in die Regierung kommen, dann nicht mit dem "System Platter", hielt er einmal mehr fest. Er richtete den übrigen Parteien zudem aus, dass auch abseits der ÖVP Mehrheiten im Tiroler Landtag möglich seien.

Wahlziel der Blauen sei jedenfalls zuzulegen, "beim Ergebnis und den Mandaten", gab Abwerzger vor. Dass das Antreten der MFG die FPÖ Stimmen kosten werde, glaubte er nicht. Nachdem er ohnehin nicht an einen MFG-Einzug in den Landtag glaube, meinte er: "Jede Stimme für die MFG ist eine verlorene Stimme".

Ibiza und die darauffolgenden blauen Turbulenzen hielt Abwerzger für überwunden. Bei der derzeitigen Themenlage sah er vielmehr günstige Zeiten für eine "soziale Heimatpartei" anbrechen. Die Bundespartei wolle die Tiroler unterstützen, kündigte er an. Am 10. September sei in Innsbruck eine Großveranstaltung geplant, bei der Bundesparteiobmann Herbert Kickl und Hofburgkandidat Walter Rosenkranz dabei sein werden.

Quelle: Agenturen