APA - Austria Presse Agentur

Südafrikas Präsident: "Historisches" Corona-Rettungspaket

21. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Wegen der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in Südafrika hat Präsident Cyril Ramaphosa ein milliardenschweres "historisches" Rettungspaket verkündet. 500 Milliarden Rand (etwa 25 Milliarden Euro) - rund 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - würde die Regierung in die Wirtschaft und die Unterstützung der rund 58 Millionen Bürger stecken, sagte Ramaphosa am Dienstagabend.

Wegen der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in Südafrika hat Präsident Cyril Ramaphosa ein milliardenschweres "historisches" Rettungspaket verkündet. 500 Milliarden Rand (etwa 25 Milliarden Euro) - rund 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - würde die Regierung in die Wirtschaft und die Unterstützung der rund 58 Millionen Bürger stecken, sagte Ramaphosa am Dienstagabend.

In einer Ansprache an die Nation erklärte Ramaphosa: "Die Dimension dieses Notfall-Hilfsprogramms ist historisch." Ramaphosa hofft dabei auch auf Unterstützung aus dem Ausland. Man sei unter anderem mit der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IMF) im Gespräch.

In Südafrika sind bisher demnach mehr als 3.400 Fälle von Covid-19 bestätigt worden und mindestens 58 Menschen gestorben. Die Regierung hatte vor einigen Wochen eine strenge landesweite Ausgangssperre verhängt, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Diese habe eine "verheerende Auswirkung" auf die Wirtschaft, sagte Ramaphosa.

Millionen von Südafrikanern in der informellen Wirtschaft oder ohne Arbeit kämpfen demnach um ihr Überleben, Armut und Nahrungsmittelunsicherheit haben sich in wenigen Wochen dramatisch verschlechtert. Daher würde unter anderem eine sechsmonatige Förderung von 50 Milliarden Rand diejenigen unterstützen, die am meisten unter dem Coronavirus leiden, so der Präsident. Zudem würden 100 Milliarden Rand für den Schutz von existierenden Arbeitsplätzen und neuen Jobs zur Seite gelegt werden.

Bereits vor der Corona-Epidemie steckte Afrikas zweitgrößte Volkswirtschaft in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Das Land mit seiner hohen Arbeitslosigkeit und brutalen sozialen Ungleichheit kämpft seit Jahren mit strukturellen wirtschaftlichen Problemen und einer unzuverlässigen Stromversorgung.

Quelle: Agenturen