AFP

Ski: Erneut ÖSV-Debakel in Sestriere - Holdener siegte

11. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Österreichs alpine Skirennläuferinnen sind in Sestriere in ein Debakel geschlittert. Nur Katharina Liensberger als 14. und Katharina Truppe als 17. schafften es am Sonntag im Slalom in das Klassement.

Es siegte die Schweizerin Wendy Holdener, für die es der zweite Torlauf-Erfolg en suite sowie der insgesamt fünfte Weltcupsieg war. Zweite wurde die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin (+0,47), Dritte die slowakische Halbzeitführende Petra Vlhova (+0,70).

Liensberger hatte 2,93 Sek. Rückstand, 1,80 davon hatte sie bereits im ersten Durchgang aufgerissen, in dem es für sie mehr darum gegangen sei, im Lauf zu bleiben als Gas zu geben, wie sie erklärte. "Es liegt sicher daran, dass ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt habe. Wenn das Skifahren nicht passt, ist es logisch, dass das Ergebnis nicht das ist, was ich mir vorstelle", sagte die Vorarlbergerin nach dem Rennen, das sie genau analysieren wollte. Sie werde nun einen Trainingsblock einlegen, den sie gut nutzen wolle. "Schauen wir, was die Kernsachen sind, die verbessert werden können."

Truppe: "Echt ein Debakel"

"Das ist echt ein Debakel, es ist bei keiner von uns etwas gegangen. Es ist schlecht, dass es nur zwei in die 30 geschafft haben. Und dann so ein Ergebnis, das ist hart", erkannte die Kärntnerin Truppe (+3,45), die es nicht geschafft hatte, "auf Zug zu kommen". Bis Semmering gäbe es noch einige zu tun, erklärte sie im ORF-TV-Interview. In Niederösterreich stehen vor dem Jahreswechsel mit zwei Riesentorläufen und einem Slalom die nächsten Technikrennen auf dem Programm.

Katharina Huber schied am Sonntag bereits im ersten Durchgang aus, für sie war es nach der Nullnummer in Killington in Riesentorlauf und Slalom der dritte Ausfall in Folge. Chiara Mair, Franziska Gritsch und Nina Astner sahen ebenfalls das Ziel nicht. Marie-Therese Sporer (34.) verpasste die Finalqualifikation. Bereits der Riesentorlauf am Samstag verlief für Österreich weit unter den Erwartungen, als Elisabeth Kappaurer als 14. beste ÖSV-Läuferin war. Abgeschlagen waren etwa auch Truppe (25.) und Liensberger (27.).

Zahlreiche Läuferinnen punkteten indes das erste Mal in ihrer Karriere und sorgten für viel Abwechslung in der Ergebnisliste. So Clarisse Breche (FRA/20.), Vera Tschurtschenthaler (ITA/20.), die für Albanien startende Lara Colturi (25.), die Tochter der Olympiasiegerin Daniela Ceccarelli, mit Tiroler Wurzeln Zoe Zimmermann (USA/27.) oder Lucrezia Lorenzi (ITA/28.).

Quelle: Agenturen / Redaktion / mbe