Selenskyj: Tote und Verletzte nach neuen Angriffen Russlands
Selenskyj forderte neuerlich mehr Hilfe von den Verbündeten. "Allein in dieser Woche wurden mehr als 1.300 Angriffsdrohnen, rund 1.050 Gleitbomben und insgesamt 29 Raketen verschiedener Typen eingesetzt", teilte der Präsident mit. "Deshalb braucht die Ukraine noch mehr Schutz - vor allem mehr Raketen für Luftabwehrsysteme." Das sei von den Verbündeten auch versprochen worden, hieß es in einem Video, das Selenskyj mit Bildern von den Schäden und Folgen der russischen Angriffe veröffentlichte.
Selenskyj warf Russland einmal mehr auch vor, den diplomatischen Prozess für eine Beendigung des Krieges gezielt hinauszuzögern. Neben mehr Unterstützung für die Ukraine brauche es auch mehr Druck auf Russland. Die Ukraine wehrt sich inzwischen seit fast vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg.
Russland greift täglich an, vor allem auch die Energieinfrastruktur der Ukraine. Die Folge sind großflächige Strom- und Heizungsausfälle. Damit will Moskau auch den Druck auf das Land erhöhen, sich auf einen Friedensplan zu russischen Bedingungen einzulassen. Kiew lehnt das ab.
"Die Lage im Energiesystem bleibt schwierig, aber wir tun alles, um alle Dienstleistungen so schnell wie möglich wiederherzustellen", sagte Selenskyj. Die Reparaturteams seien unter schweren winterlichen Wetterbedingungen rund um die Uhr im Einsatz.
Nach ukrainischen Gegenangriffen in russischen Regionen kämpfen auch da Einsatzkräfte gegen Stromausfälle. Das russische Verteidigungsministerium berichtete Sonntag früh von 63 abgeschossenen ukrainischen Drohnen. Zu Treffern und Schäden machte das Ministerium wie in den meisten Fällen keine Angaben.
Zusammenfassung
- Bei neuen russischen Luftangriffen auf die Ukraine wurden laut Präsident Selenskyj mindestens zwei Menschen getötet und Dutzende verletzt.
- Russland setzte allein in dieser Woche mehr als 1.300 Angriffsdrohnen, rund 1.050 Gleitbomben und insgesamt 29 Raketen gegen die Ukraine ein, wobei über 200 Drohnen bei den jüngsten Angriffen beteiligt waren.
- Selenskyj forderte erneut mehr Unterstützung von den Verbündeten, insbesondere zusätzliche Raketen für Luftabwehrsysteme, und betonte die schwierige Lage der Energieinfrastruktur durch tägliche Angriffe.
