WKÖ

Mahrer fordert von Kogler Entschuldigung für "Schleimspur"-Sager

08. März 2022 · Lesedauer 2 min

WKÖ-Chef Harald Mahrer fordert von Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) eine Entschuldigung, für dessen Rundumschlag gegen die Kammer. Erst im PULS 24-Interview bei "Milborn", dann erneut in der "ZiB2" hatte Kogler der Wirtschaftskammer vorgeworfen, "dem Herrn Putin noch den roten Teppich samt Schleimspur ausgelegt" zu haben.

Noch 2009 habe man in der Wirtschaftskammer "dem Herrn Putin noch den roten Teppich samt Schleimspur ausgelegt". "Das geht halt nicht auf Dauer", kritisierte Kogler Anfang März bei PULS 24 Infochefin Corinna Milborn. Am Montag wiederholte der Grüne das in der "ZiB2". Die Wirtschaftskammer sei für Österreichs Abhängigkeit von Öl und Gas aus Russland mitverantwortlich, so der Vorwurf weiter. 

Entschuldigung wäre angebracht 

"Ich weise die haltlosen Vorwürfe des Vizekanzlers entschieden zurück, die WKÖ wäre in irgendeiner Art und Weise für die Abhängigkeit von russischem Gas verantwortlich - sowohl inhaltlich als auch was das Niveau der Wortwahl betrifft", schreibt Mahrer am Dienstagnachmittag in einer Stellungnahme. "Es wäre eine rasche Entschuldigung des Vizekanzlers gegenüber der Wirtschaftskammer-Organisation, den Funktionärinnen und Funktionären und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angebracht", so Mahrer.

Angesichts des "entsetzlichen Angriffskriegs gegen die Ukraine" würden Unternehmen und Haushalte mit steigenden Energiepreisen kämpfen. "Es stellt sich in einer nie dagewesenen Dimension die Frage der Versorgungssicherheit und der Leistbarkeit von Energie für die Betriebe und die Haushalte. Das muss die Spitzenpolitik jetzt sachlich im Auge behalten und jegliche Belastungsmaßnahme auf den Prüfstand stellen", so Mahrer.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam