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Schüsse auf Demokraten beauftragt: US-Republikaner verhaftet

17. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Albuquerque, New Mexico: Hinter einer Reihe von Schießereien auf Häuser von vier demokratischen Lokalpolitikern soll der gescheiterte republikanische Kandidat Solomon Peña stecken.

Die Behörden in Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico teilten am Montag mit, dass ein ehemaliger republikanischer Kandidat, der im November seine Kandidatur für einen Sitz im Repräsentantenhaus verloren hatte, im Zusammenhang mit einer Reihe von Schießereien in den Häusern von vier demokratischen Mandatsträgern verhaftet worden sei. Das berichtet unter anderem die "New York Times".

Laut dem Polizeichef Harold Medina soll Solomon Peña vier Männer dafür bezahlt haben, auf die Häuser der demokratischen Politiker:innen zu schießen. Ein SWAT-Team verhaftete den 39-Jährigen am Montag - laut der Polizei soll er nun wegen "mehrerer Staatsverbrechen" angeklagt werden.

Über ein Dutzend Schüsse abgegeben

Peña soll die Männer am 3. Jänner zum Haus der US-Senatorin Linda Lopez begleitet haben und selbst versucht haben zu schließen. Das automatische Gewehr, das er benutzte, soll jedoch nicht funktioniert haben. Ein anderer Mann soll schließlich mehr als ein Dutzend Schüsse aus einer Handfeuerwaffe abgegeben haben, unter anderem in das Zimmer von Lopez' Tochter.

Die Patronenhülsen, die vor dem Haus von Lopez gefunden wurden, passten laut der Polizei zu einer Waffe, die bei einer Verkehrskontrolle beschlagnahmt wurde. Gegen den Fahrer soll bereits ein Haftbefehl wegen eines anderen Verbrechens vorliegen - das Auto sei auf Peña zugelassen. 

Verärgert über Wahlniederlage

Die Schießereien begannen am 4. Dezember als acht Schüsse auf das Haus von Adriann Barboa (Kommissarin des Bernalillo County) abgegeben wurden. Am 8. Dezember wurden Schüsse auf das Haus des Abgeordneten Javier Martinez abgefeuert und drei Tage später auf das Haus einer weiteren Abgeordneten des Bernalillo County, Debbie O'Malley. Anfang Jänner wurde schließlich auch Lopez Opfer einer Schießerei.

Laut einem Sprecher der Polizei von Albuquerque habe sich Peña über seine Wahlniederlage aufgeregt und sei der Meinung gewesen, dass die Wahl manipuliert worden sei. Neben Peña selbst sollen auch die Männer angeklagt werden, die die Schussattentate gegen Bezahlung ausgeführt haben sollen.

Quelle: Redaktion / ddj