APA - Austria Presse Agentur

Schallenberg: "Es wird wohl ein 2G-Weihnachten werden"

07. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Im Doppelinterview der "Kronen Zeitung" sprechen Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) über die verhängten Maßnahmen und wie lange diese bleiben werden.

So schnell wird die am Freitagabend angekündigte 2G-Regel wohl nicht mehr gehen. Ob der stark steigenden Infektionszahlen, geht die Regierung derzeit davon aus, dass diese Regeln auch noch an Weihnachten und Silvester gelten werden. Im Doppelinterview mit der "Kronen Zeitung" sagen das sowohl Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) als auch Vizekanzler Werner Kogler (Grüne).

"Ich gehe nicht davon aus, dass in sechs Wochen die Situation so ist, dass wir die Maßnahmen wieder zurücknehmen können. Also es wird wohl ein 2-G-Weihnachten werden", sagt etwa der Kanzler. "Allerhöchstwahrscheinlich werden wir zu Weihnachten und zu Silvester noch 2G haben", so auch Kogler. Schallenberg versichert aber: "Wir werden keine dieser Maßnahmen auch nur einen Tag länger in Kraft halten, wenn es nicht notwendig ist". 

Keine Impfpflicht, kein Lockdown geplant

Dass man zu spät reagiert habe, wollen die beiden so nicht stehen lassen. "Ein Buch liest sich von hinten immer leichter. Die Experten haben diese dramatische Dynamik, die wir jetzt sehen, in der Form nicht vorhergesehen", so Schallenberg. Man hätte sich mit den Ländern auf den Stufenplan geeinigt - nun wegen der Dynamik aber Stufen vorgezogen. 

Man wolle nun die Menschen dazu bringen, sich freiwillig impfen zu lassen, sagt Schallenberg und vergleicht die Impfung mit einem Schutzhelm. Angesprochen auf die Helmpflicht, sagt der Kanzler dann aber: "Wir machen es so, dass wir die Menschen aufrufen, dass sie sich selber freiwillig den Helm aufsetzen". Kanzler und Vizekanzler versichern weiterhin, dass eine Impfpflicht nicht geplant sei. Das Ziel sei, keinen Lockdown mehr verhängen zu müssen - dafür müsse man "die noch Ungeimpften dazu bringen, dass sie sich freiwillig für die Impfung entscheiden", sagt Schallenberg.

Quelle: Redaktion / koa