APA - Austria Presse Agentur

Salvini führte in Rom Demo gegen Regierung an

Juni 02, 2020 · Lesedauer 2 min

Spitzenpolitiker von Italiens oppositioneller Mitte-Rechts-Allianz haben sich am Dienstag in Rom an einer Protestkundgebung gegen die Mitte-Links-Regierung von Premier Giuseppe Conte beteiligt. Angeführt wurde die Demonstration an Italiens Nationalfeiertag vom Chef der rechten Lega, Matteo Salvini, der den Rücktritt des Premiers forderte.

Zu Beginn der Via del Corso im Herzen der italienischen Hauptstadt rollten Salvinis Anhänger eine 500 Meter lange italienische Fahne aus. Trotz strenger Corona-Sicherheitsmaßnahmen bildete sich ein starker Andrang von Medienleuten und Aktivisten um Salvini, der in Begleitung der Rechtspolitikerin Giorgia Meloni und des Ex-EU-Parlamentspräsidenten Antonio Tajani, Spitzenpolitiker der oppositionellen Forza Italia um Expremier Silvio Berlusconi, erschien.

Die Oppositionsparteien beschuldigten die Regierung Conte, zu wenig Maßnahmen zur Stützung des von der Coronakrise schwer betroffenen Italien ergriffen zu haben. Viele Italiener würden noch auf die von der Regierung versprochenen Hilfsmaßnahmen warten. Die Regierung erschwere den Neustart von Kleinhandel, Tourismus und Gastronomie, bemängelte Salvini. Er beklagte, dass die Privatwirtschaft und die Selbstständigen" in Italien in den vergangenen Monaten des Lockdowns vernachlässigt worden seien.

"Italien gibt nicht auf!", lautete der Slogan der Demonstration, der ersten der Oppositionskräfte seit Ende des Lockdowns. Ähnliche Demonstrationen der Mitte-Rechts-Parteien fanden in andere Städten Italiens statt. Die Mitte-Rechts-Kräfte kündigten eine weitere Großdemonstration gegen die Regierung Conte am 4. Juli an.

Die Demonstration der Oppositionskräfte fand am italienischen Nationalfeiertag, dem Tag der Republik, statt. Präsident Sergio Mattarella legte am "Altar des Vaterlandes" auf der zentralen Piazza Venezia einen Kranz nieder. Er wurde von Conte begleitet. Die übliche Militärparade wurde wegen der Pandemie abgesagt. Mattarella reiste dann in die stark von der Coronakrise gebeutelten Lombardei, nach Codogno. In jener Stadt war der erste Corona-Ausbruch in Italien verzeichnet worden.

Quelle: Agenturen