APA - Austria Presse Agentur

Kurz zu Corona-Kommunikation: "Wie man es macht, es ist falsch"

17. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Im Rahmen des Corona-Bürgerforums äußerten Bürger ihren Unmut über die Kommunikation der Regierung. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bittet um Verständnis. Die Situation sei "oft nicht planbar."

Viele Bürger sind mit der Krisenkommunikation der Regierung unzufrieden. Im Rahmen des Corona-Bürgerforums auf PULS 4 und PULS 24 erreichten uns unzählige Anfragen zu diesem Thema. Stellvertretend für die vielen Wortmeldungen richtete die Salzburger Jungunternehmerin Michaela Endl ihren Wunsch an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), mehr auf Augenhöhe mit den Menschen zu kommunizieren.

Kurz bat um Nachsicht und verwies in seiner Antwort auf die Unvorhersehbarkeit der Situation. Es ließe sich "oft sehr sehr schwer berechnen, wie sich die Infektionszahlen entwickeln", sagte Kurz im Bürgerforum, dass von PULS 24 Infochefin Corinna Milborn moderiert wurde.

Als Beispiel führte er den starken Anstieg der Infektionszahlen in Salzburg vor einigen Wochen an. Damals hätten sich die Infektionszahlen in dem Bundesland vervierfacht. Niemand habe dies prognostiziert und bis heute wisse niemand, worauf der Anstieg zurückzuführen sei.

Es gibt keinen "perfekten Weg"

Zur Kommunikation sagte Kurz, "ich glaube einfach, wie man es macht, es ist falsch." Die Regierung habe natürlich darüber beraten, wie sie die neuen Maßnahmen ankündigen wird und sich dafür entschieden, den Menschen eine gewisse Vorbereitungszeit zu gewähren. Die Medien hätten aber "Wind davon bekommen" und vorab darüber berichtet.

Dies habe teilweise zu "Exzessen" im Handel geführt, "was für das Infektionsgeschehen sicher alles andere als gut war", sagte Kurz. "Insofern tue ich mir ein bisschen schwer zu sagen, dass ist der perfekte Weg. Ich glaube, egal wie die Kommunikation stattfindet. Es hat immer Vor- und Nachteile."

Die Unternehmerin Michaela Endl richtet den Wunsch an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), die Kommunikation der Regierung transparenter zu gestalten.

Quelle: Redaktion / apb