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ÖGK stoppt Finanzierung für Sekundärtransporte ab Mai

Heute, 10:16 · Lesedauer 2 min

Die ÖGK streicht die Finanzierung für Sekundärtransporte, wie die "Kronen Zeitung" am Donnerstag zuerst berichtete. Auf APA-Nachfrage bestätigte die ÖGK, dass die Kürzungen in Höhe von 9,8 Mio. Euro österreichweit ab 1. Mai schlagend werden. Die Bundesländer seien bereits über die Einsparungen informiert worden, Zusatzkosten für Patienten sollen nicht entstehen. Aus Sicht der ÖGK ist die Leistung durch die Krankenanstaltenfinanzierung von sechs Mrd. Euro jährlich abgedeckt.

Ein Sekundärtransport wird dann durchgeführt, wenn bereits in einem Klinikum versorgte Patientinnen und Patienten von einer medizinischen Einrichtung in eine andere spezialisierte Versorgungseinheit gebracht werden. Geht es nach der Gesundheitskasse, soll laut einer Sprecherin die Abrechnung für Sekundärtransporte "direkt mit den jeweiligen Rechtsträgern der Krankenanstalten" erfolgen, da die ÖGK jährlich rund sechs Mrd. Euro im Rahmen der Krankenanstaltenfinanzierung an die Spitäler zahlt. Rechtsträger können etwa Länder, Städte, Gemeinden oder private Träger sein.

Mehrkosten für Patientinnen und Patienten sind laut ÖGK "ausgeschlossen". Der niederösterreichische Landesrat für Finanzen und Landeskliniken, Anton Kasser, gab zuvor gegenüber der "Krone" an, er gehe davon aus, dass der ÖGK-Anteil an den Sekundärtransporten "auch weiterhin im Rahmen der Versorgung der Versicherten über ein anderweitiges Finanzierungsmodell abgegolten wird".

Nach den Angaben der ÖGK gab es 2025 österreichweit 47.600 Sekundärtransporte (45.000 Fahrten und 2.600 Flüge) und einen jährlichen Aufwand von 9,8 Mio. Euro. Die Sprecherin sagte auf Nachfrage der APA, im Vorfeld der Entscheidung habe man sich "natürlich rechtlich abgesichert".

Zusammenfassung
  • Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) streicht ab 1. Mai die Finanzierung von Sekundärtransporten und spart damit österreichweit 9,8 Millionen Euro jährlich ein.
  • Für die rund 47.600 Sekundärtransporte im Jahr 2025 – darunter 45.000 Fahrten und 2.600 Flüge – sollen künftig die Rechtsträger der Krankenanstalten direkt aufkommen, da die ÖGK jährlich sechs Milliarden Euro an die Spitäler zahlt.
  • Laut ÖGK sind Zusatzkosten für Patientinnen und Patienten ausgeschlossen, und die Bundesländer wurden bereits über die Änderungen informiert.