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Über 150 Tote

"NYT": US-Militärfehler führte zu Angriff auf Schule im Iran

11. März 2026 · Lesedauer 2 min

Laut "New York Times" (NYT) hat ein Fehler der US-Streitkräfte zu einem Raketenangriff auf eine iranische Schule mit womöglich mehr als 150 Toten geführt.

Das habe eine US-Militäruntersuchung vorläufig ergeben, berichtete die Zeitung am Mittwoch. Danach wurden bei dem Angriff veraltete Daten des US-Militärgeheimdienstes DIA über die Zielumgebung genutzt. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst den Iran für den Angriff verantwortlich gemacht.

Verantwortliche: Untersuchungen dauern an

Später verwies der Republikaner auf die laufende Untersuchung und sagte: "Was immer bei dem Bericht rauskommt, ich bin willens mit diesem Bericht zu leben." Die Untersuchung dauere weiter an, sagten US-Verantwortliche dem Blatt. Übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge wurde die Volksschule in Minab im Süden des Iran getroffen, während offenbar eine Tomahawk-Rakete auf einen benachbarten Marinestützpunkt der iranischen Revolutionsgarden niederging.

Nach Recherchen der "New York Times" sind die USA das einzige am Iran-Krieg beteiligte Land, das Tomahawk-Raketen einsetzt. Dem neuen Bericht zufolge war die Schule früher ein Teil des Marinestützpunktes. Der Angriff ereignete sich am 28. Februar, am ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran.

Vertreter der US-Opposition hatten vom Pentagon eine "vollständige und unparteiische" Untersuchung gefordert. Falls die USA für den Angriff verantwortlich seien, sei es einer der "gravierendsten Fälle mit zivilen Opfern" in Jahrzehnten von US-Militäreinsätzen im Nahen Osten, erklärten Kongressabgeordnete der Demokraten.

Video: Iran kämpft ums Überleben

Zusammenfassung
  • Bei einem Raketenangriff auf eine Volksschule in Minab im Süden des Iran am 28. Februar kamen laut US-Militäruntersuchung womöglich mehr als 150 Menschen ums Leben.
  • Die Untersuchung ergab, dass veraltete Geheimdienstinformationen des US-Militärs zu dem Angriff führten, bei dem eine Tomahawk-Rakete eigentlich einen benachbarten Marinestützpunkt treffen sollte.
  • US-Präsident Donald Trump verwies nach anfänglicher Schuldzuweisung an den Iran auf die laufende Untersuchung, während Oppositionsvertreter eine vollständige Aufklärung fordern.