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Neuer Notfallfonds für iranische Studierende

06. Feb. 2026 · Lesedauer 2 min

Das Wissenschaftsministerium und die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) haben einen Solidaritätsfonds für iranische Studierende aufgesetzt. Rund 3.000 sind aktuell an Österreichs Hochschulen inskribiert, die Anträge auf Unterstützungsleistungen aus dieser Gruppe haben laut Ministerium in den vergangenen Monaten wegen der politischen Repressionen im Iran deutlich zugenommen. Pro Person gibt es bis zu 1.000 Euro aus dem Fonds, wie die "Presse" am Freitag berichtete.

"Wenn Studierende aufgrund politischer Repression in finanzielle Notlagen rutschen, müssen wir schnell und unbürokratisch Hilfe leisten", wurde Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) zitiert. Akademische Freiheit und demokratische Werte gehörten untrennbar zusammen. Auch die ÖH sieht dringenden Handlungsbedarf, viele iranische Studierende hätten durch die repressiven Maßnahmen des Regimes nach der aktuellen Protestwelle in ihrem Heimatland plötzlich finanzielle Unterstützung verloren und müssten nun um ihre Existenz kämpfen, so die ÖH-Vorsitzende Selina Wienerroither (Verband Sozialistischer Student_innen/VSStÖ). "Sie sollen sich keine Sorgen machen müssen, ob sie ihr Studium noch fortsetzen können oder nicht."

Durch den neuen SAFE Fund (Support for Academic Freedom and Education) sollen Studierende, die durch die aktuelle Lage in finanzielle und persönliche Not geraten sind, rasch und unbürokratisch Unterstützung bekommen. Anträge können ab Mitte Februar über die ÖH-Homepage gestellt werden, die Förderhöhe wird je nach sozialer Bedürftigkeit individuell festgelegt. Die Gesamtsumme, mit der der Fonds dotiert ist, wurde am Freitag noch nicht bekanntgegeben. Eine Studiengebührenbefreiung, wie sie bis dato seit dem Sommersemester für Geflüchtete aus der Ukraine gilt, ist für iranische Studierende derzeit nicht geplant, hieß es auf APA-Anfrage.

Zusammenfassung
  • Das Wissenschaftsministerium und die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) haben einen Solidaritätsfonds für rund 3.000 iranische Studierende an österreichischen Hochschulen ins Leben gerufen.
  • Der neue SAFE Fund ermöglicht Betroffenen, die durch politische Repressionen im Iran in finanzielle Not geraten sind, Unterstützungsleistungen von bis zu 1.000 Euro pro Person zu beantragen.
  • Anträge können ab Mitte Februar über die ÖH-Homepage gestellt werden, die Gesamtsumme des Fonds wurde bislang nicht veröffentlicht und eine Studiengebührenbefreiung ist für diese Gruppe derzeit nicht geplant.