Meinl-Reisinger: Energiekonzerne verdienen sich "Körberlgeld" mit Gebühren

20. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger spricht sich im ATV-Interview gegen die Gebührenerhöhung von Netzbetreibern aus. Sie fordert eine Aufschlüsselung der Kosten und der gewünschten Investitionssummen.

Die Teuerungswelle hat Österreich weiterhin fest im Griff. Neben den Lebensmittelkosten ist auch die Stromrechnung in die Höhe geschnellt. Um dem entgegenzutreten, gilt seit 01. Dezember 2022 die Strompreisbremse der Regierung. Nicht inbegriffen sind dabei allerdings die steigenden behördlich geforderten Netzgebühren. 

Neben den Kosten für die reine Energie, Steuern und Abgaben setzt sich die Stromrechnung noch aus den Netzgebühren zusammen. Diese werden von der Regulierungsbehörde E-Control im Rahmen der Systemnutzungsentgelte-Verordnung festgesetzt. 

"Körberlgeld"

Dass Netzbetreiber die Gebühren so intransparent erhöhen, stößt vor allem NEOS-Parteivorsitzenden Beate Meinl-Reisinger sauer auf. Für sie reichen die vorhandenen Kontroll-Institutionen in Form der E-Control und der Bundeswettbewerbsbehörde nicht aus. Sie verlangt eine "weitaus höhere Transparenz und vor allem wirklich auch eine Aufschlüsselung der Kosten und der geplanten Investitionssummen". Für sie ist "da ein Blindflug" unterwegs und es sei nicht nachvollziehbar, warum die Gebühren "so erhöht" werden. Sie plädiert für verpflichtende Transparenz und Prüfung der Kosten. 

Meinl-Reisinger meint, es sei der "falsche Zugang", dass die Regierung Förderungen zurückgibt, nachdem zugelassen wurde, dass Gebühren erhöht wurde. Stromnetzbetreibern würden sich durch die Netzgebühren "Körberlgeld" (Nebeneinkommen, Anm.) dazuverdienen, glaubt die Politikerin.

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz