Krumpeck: "Wollen schon bald neue Aktionswelle starten"

13. Jan. 2023 · Lesedauer 3 min

Kaum ist die erste Aktionswelle der Klimagruppe "Letzte Generation" in der Bundeshauptstadt vorbei, arbeiten die Aktivist:innen schon an der nächsten. Im PULS 24 Interview verrät Aktivistin Martha Krumpeck, dass es "relativ bald" schon die nächste Protestwelle geben soll.

Das große Finale der Aktionswoche der Klimagruppe "Letzte Generation" fand unter anderem am Getreidemarkt statt. Unter den Protestierenden war auch Martha Krumpeck, Mitbegründerin der "Letzten Generation Österreich". Sie meinte im Interview mit PULS 24, dass die Aktion am Freitag vielleicht nicht die größte gewesen sei, aber "definitiv die lauteste und die bunteste". Am letzten Tag der Aktionswelle kamen die Klimaschützer:innen mit Trompete, Tuba, Saxofon sowie Trommel und sorgten zum Schluss nochmals für ordentlich Lärm. 

Großen Zuspruch erhalten

Doch vor der Aktionswelle ist nach der Aktionswelle. Krumpeck verriet, dass nach dem Erfolg der Woche schon "relativ bald" die nächste Aktionswelle starten solle: "In vielleicht einem Monat, weil wir müssen den Druck aufbauen, damit sich endlich etwas ändert". In den letzten Tagen habe die Organisation viel Zuspruch von den Menschen erhalten, so die Aktivistein. Es soll viele gegeben haben, die sich der Gruppe anschließen wollen und diese gelte es jetzt "ins Team zu holen". 

Proteste "ausweiten und vergrößern"

Florian Wagner, Sprecher der Klimagruppe "Letzte Generation Österreich", sagt im Interview mit PULS 24, dass die Gruppe die Proteste "ausweiten und vergrößern" werde. Das werde so lang geschehen, bis "wenigstens ansatzweise sichtbar wird, dass Menschen in Entscheidungspositionen, wie die Frau Plakolm, Bewusstsein davon entwickeln, in welcher Situation wir sind". 

Wie viele Anzeigen gegen Klimaaktivist:innen im Zuge der Aktionswoche eingereicht wurden, wisse man noch nicht. Das werde man in ein paar Wochen sehen. Kosten habe die Gruppe nur für Material und Vortragsräume gehabt. Diese Woche habe die Gruppe viele Geldspenden erhalten, erzählt Wagner. Auch wenn die Geldunterstützung die Aktivist:innen freut, benötigen sie diese Spenden jedoch nicht. Viel wichtiger sei, dass die Menschen mit auf die Straße gehen und protestieren.

"Wir müssen nerven"

Kritik an der Protestmethode, sich auf der Straße festzukleben statt vor Ministerien, konnte Krumpeck nicht nachvollziehen: "Es tut mir leid, dass wir nerven, aber wir müssen nerven". Es habe bereits Leute gegeben, die sich vor Ministerien gelegt oder Banner von Parlamenten abgeseilt haben, aber es habe nicht gewirkt. Das einzig funktionierende Mittel sei, Menschen aus ihrem Alltag zu reißen: "Wir sind wie der Feueralarm. Die Erde brennt."

Im Interview betonte Krumpeck nochmals, dass die Gruppe mit ihren Aktionen niemanden gefährden möchte: "Wir wollen Menschen in Not wirklich nicht stören. Wir wollen nur den Alltag blockieren." Die Klimaaktivistin wies darauf hin, dass sie "immer eine Rettungsgasse" freihalten würden. Ein Klimaschützer oder eine Klimaschützerin sei nicht an der Straße festgeklebt, um notfalls eine Spur aufzumachen.

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz