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Liz Truss: Königin der Fettnäpfchen und Peinlichkeiten

22. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Die britische Außenministerin Liz Truss ist auf dem besten Wege Boris Johnson als Premierminister abzulösen. Genau wie ihr aktueller Chef gilt Truss als Magnet für Fettnäpfchen und peinliche Momente.

Liz Truss ist eine der letzten beiden Kandidat:innen im Rennen um den Posten des Premierministers bzw. der Premierministerin des Vereinigten Königreichs. Die Mitglieder der konservativen Partei werden nun in der letzten Runde zwischen ihr und dem ehemaligen Finanzminister Rishi Sunak wählen.

Während Sunak die meiste Unterstützung von den Abgeordneten erhielt, deuten Umfragen darauf hin, dass Truss bei den Parteimitgliedern beliebter ist. Das Rennen gilt allerdings weiterhin als offen.

In den Fußstapfen Johnsons 

Truss gilt ähnlich wie ihr möglicher Amtsvorgänger Boris Johnson als Fettnäpfchen-Maschine. Vor einigen Tagen fand sie beispielsweise nach einer Wahlkampfrede nicht den Weg nach draußen und wanderte mehrere Minuten ziellos im Raum umher.

Das Internet hat nun einen bizarren Moment aus dem Jahr 2014 ausgegraben: Ihre sogenannte "Käse-Rede" am damaligen Parteitag.

Exporte, Exporte, Exporte 

Thema des Redebeitrags wahren britische Exporte. Sie prahlte damit, im Vereinigten Königreich "Weizen wettbewerbsfähiger anzubauen, als in der kanadischen Prärie" und dass Yorkshire-Tee nach China verkauft wird. Nach jeder Aussage grinste Truss und wartete auf Applaus – welcher nach kurzen Pausen auch in unterschiedlich enthusiastischer Intensität aufkam.

"Wenn es um britische Lebensmittel und Getränke geht, haben wir es noch nie so gutgehabt", sagte sie weiters. Doch kurz darauf verzog sie ihr Gesicht und erklärte mit steinerner Miene: "Im Moment importieren wir zwei Drittel unserer Äpfel. Wir importieren neun Zehntel aller unserer Birnen. Wir importieren zwei Drittel unseres Käses."

Nach einer längeren Pause fügte sie hinzu: "Das. Ist. Eine. Schan. De."

Meme-Maschine

Weitere legendäre Momente von Truss sind unter anderem ihre Aussage, dass bellende Hunde Drohnen vor dem Eindringen in Gefängnisse abhalten könnten sowie ihr Unwissen im Jahr 2019, ob sie von Sparmaßnahmen der Regierung betroffen sei.

Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine erklärte Truss in einer Sendung, dass sie die Briten dabei unterstützen würde, in der Ukraine zu kämpfen, obwohl die Regierung davon abriet, ihr Leben zu riskieren.

Quelle: Redaktion / foj