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Vorgänger von König Charles III.: Hochverräter und Ahn von Diana und Camilla

10. Sept. 2022 · Lesedauer 3 min

Queen Elizabeths Sohn und Thronfolger regiert als dritter König Charles. Ein schweres (Namens-)Erbe. Der erste Charles wurde aus London vertrieben und geköpft. Der zweite hinterließ ausschließlich illegitime Nachfahren - sowohl Prinzessin Diana, als auch Camilla, die Frau des aktuellen Königs, stammen von ihm ab.

Der neue britische König wird unter dem Namen Charles III. über Großbritannien regieren. Wer waren die zwei vorherigen britischen Monarchen namens Charles und was ist ihre Geschichte?

Charles I.: Schottischer "Verräter" wurde geköpft

Charles I. wurde im Jahre 1600 in Schottland geboren und war der zweitälteste Sohn des Königs von Schottland, der der kinderlosen Elizabeth I. ("The Virgin Queen") nach ihrem Tod 1603 auf den Thron folgte. Obwohl Charles I. privilegiert aufwuchs, führte er kein einfaches Leben. "Er war häufig krank, hatte Probleme beim Gehen, stotterte und stand generell im Schatten seines stammen großen Bruders, des Thronfolgers", schreibt "The Washington Post".

Sein Bruder starb überraschend und Charles I. rückte in der Erbfolge um die britische Krone vor. Als sein Vater starb, wurde er schließlich mit Mitte Zwanzig zum König von England, Schottland und Irland erklärt.

Nach jahrelangen Problemen mit dem Parlament wurde Charles schließlich im Jahr 1642 aus London vertrieben - England versank im Bürgerkrieg. Charles I. wurde gefangen genommen, wegen Hochverrats angeklagt und schließlich 1649 enthauptet. 

Charles II.: Rückkehr aus dem Exil 

Der bisher letzte Charles auf dem Thron, Charles II. aus dem Hause Stuart, befand sich im Exil als sein Vater getötet wurde. Schottland erklärte den damals 18-Jährigen zum König, das englische Parlament schaffte jedoch die Monarchie ab und England wurde zur Republik erklärt. Während sich Charles II. weiterhin im Exil befand, übernahm der Puritaner Oliver Cromwell die Republik. Nach dessen Tod im Jahr 1958, lud das Parlament Charles II. zur Rückkehr ein. Er bestieg den Thron und sorgte dafür, dass jeder, der an dem Todesurteil seines Vaters verantwortlich war, hingerichtet wurde. Auch Cromwells Leiche wurde wieder ausgegraben und nachträglich enthauptet.

Die Wiederherstellung der Monarchie in England und die Regentschaft von Charles II. ging als "Restoration" in die Geschichtsbücher ein. Bis heute wird an Charles Geburtstag, der gleichzeitig die Wiedereinsetzung als König markiert (29. Mai) der Oak Apple Day gefeiert. Er erinnert an sein Versteck in einer Eiche, durch die ihm die Flucht aus England gelang. 

Pest und Feuersbrunst

Auch der zweite Charles hatte es auf dem Thron nicht leicht: Die Gr0ße Pest von 1665 und 1666 forderte 100.000 Todesopfer, 70.000 davon allein in London - das entsprach rund einem Fünftel der Stadtbevölkerung. Im gleichen Jahr, nämlich 1666 tobte der Große Brand von London. Tagelang wütete das Feuer, vier Fünftel der Stadt wurden zerstört, etwa 100.000, die die Pest überlebt hatten, wurden obdachlos.

Das Parlament versuchte die Macht von Charles II. einzuschränken, er löste es daraufhin immer wieder auf. 

Vorfahre von Diana und Camilla 

Charles II. hinterließ keine legitimen Kinder, jedoch eine ganze Menge an illegitimen Nachkommen. Die verstorbene Prinzessin Diana und die Frau von König Charles dem III, Camilla, können beide ihre Stammbäume auf ihn zurückführen. 

Dijana DjordjevicQuelle: Redaktion / ddj