Kanzler Kurz stellt 1-G-Regel für Après-Ski in Aussicht

18. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Im Interview mit einer deutschen Tageszeitung hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angekündigt, dass es bei steigenden Inzidenzen in der Wintersaison Après-Ski nur für Geimpfte geben werde.

Erneut prescht Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei der Verkündung von Corona-Maßnahmen vor. Nachdem er vor wenigen Wochen zunächst einen Fünf-Punkte-Plan ankündigte, der dann zu einem Drei-Stufen-Plan und schließlich zu einfachen Verschärfungen wurde, sagte Kurz nun, dass es im Winter notfalls Nachtgastronomie nur für Geimpfte geben werde.

"Bei steigender Belastung durch die Pandemie wird es in der Nachgastronomie - also beim Après-Ski - nur noch Zugang für Geimpfte geben", sagte Kurz in einem Interview mit der deutschen Regionalzeitung "WAZ". Er betonte, dass 70 Prozent der impfbaren Bevölkerung in Österreich und die überwiegende Masse der Touristen geimpft seien. "Insofern steht einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege", versuchte der Kanzler zu beruhigen.

Corona-Hotspots wie vor knapp eineinhalb Jahren im Tiroler Skiort Ischgl werde es nicht mehr geben, dafür werde die Umsetzung der 3-G-Regel für den Zutritt zu Gastronomie und Hotels sorgen, so Kurz. Das Behördenversagen in Ischgl war diese Woche Gegenstand eines Prozesses. Das Urteil steht noch aus.

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Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hatte bereits zu Beginn der Woche angekündigt, dass sie noch in dieser Woche Details zu den Corona-Regeln für den Wintertourismus verkünden werde. Die Gespräche dazu mit Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) und den Landeshauptleuten dürften aber noch nicht abgeschlossen sein.

Der ÖVP-Parlamentarier und Sprecher der Seilbahn-Unternehmer Franz Hörl meinte im Gespräch mit dem "Kurier" hingegen, dass eine 3-G-Regel für Seilbahnen ein "Super-GAU" wäre. Die Seilbahnen hätten nicht genug Personal zur Kontrolle, was zu langen Schlangen führen werde.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos