Impfpflicht sorgt für grünen Zwist

12. Jan 2022 · Lesedauer 2 min

Nicht nur bei der SPÖ, auch bei den Grünen lässt der Pflichtstich die Wogen hochgehen.

"Stoppen wir das Impfpflichtgesetz und die Diskriminierung durch 2G-Regeln", heißt es in einem von der "Krone" zitierten Brief vom Grazer Gemeinderat Christian Kozina an die grüne Basis. Mit den aktuellen Corona-Regelungen würden die grünen Grundwerte verletzt und die Gesellschaft gespalten. Kozina soll laut dem Bericht zu Unterstützungserklärungen für eine "alternative Corona-Strategie" aufrufen – über 10.000 Menschen sollen bereits unterschrieben haben. Unterstützt wird die Initiative laut "Standard" unter anderem von der ehemaligen grünen Parteivorsitzenden Madeleine Petrovic – die im November bei einer Demo der Impfskeptiker-Partei MFG mit Grußworten aufhorchen ließ –, Wiener Bezirksrätinnen und Bezirksräten, Gemeinderäten, Vizebürgermeistern und auch einem Stadtrat.

Laut "Standard" hat Klubobfrau Sigrid Maurer wiederum mit einem Brief an die Kritiker reagiert. Maurer sei überzeugt, "dass es unsere Pflicht als mündige Bürger:innen ist, Verantwortung für unsere Mitbürger:innen zu übernehmen und ihnen die Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen, anstatt sie für das egoistische Vergnügen von Einzelpersonen täglich aufs Neue in Lebensgefahr zu bringen", zitiert der "Standard" und weiter: "Eine allgemeine Impfpflicht ist wohl ein Eingriff in die individuelle Freiheit aller Bürger:innen. Dem gegenüber steht aber die Freiheit einer gesamten Gesellschaft, die es ebenso zu achten, wertzuschätzen sowie zu verteidigen gilt. Die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht ist nicht nur gerechtfertigt, sondern dringend geboten. Es muss euch bewusst sein, dass ihr mit eurem Handeln erst recht zur Verhärtung der Fronten beitragt."

Quelle: Redaktion / moe