Hofer zu ÖVP: "So einfach kommt man aus der Sackgasse nicht raus"

13. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Bei den Korruptionsvorwürfen gegen verschiedene ÖVP-Mitglieder würde man das Gefühl haben, es handle sich um "einen Fortsetzungsroman", so Politikberater Thomas Hofer. Ein gutes Anti-Teuerungspaket könnte jedoch für mehr Anerkennung für die Regierung in der Bevölkerung sorgen.

Die Korruptionsvorwürfe seien vor allem deshalb dramatisch, weil die Bevölkerung zurecht einfordere, dass etwas gegen die massiven Probleme, die durch die Teuerung, die Inflation und die gesamten Kriegsfolgen entstehen, getan wird, so Politikberater Thomas Hofer im PULS 24 Interview.

ÖVP: Eine "toxische Mischung"

"Insofern ist das eine toxische Mischung, weil man seitens einiger Bevölkerungsgruppen natürlich das Gefühl hat, dass einerseits nicht genug unternommen wird, um die eigene Geschichte zu lindern und andererseits sich die Partei doch mutmaßlich bedient", sagt der Politikberater.

"Da rauszukommen ist ganz zentral für die ÖVP, das ist aber nicht so einfach", so Hofer. Mit dem dritten Anti-Teuerungspaket, bei dem die kalte Progression weitgehend abgeschafft werden soll, versuche man einen Befreiungsschlag. Zuletzt sei man aber kaum aus dieser Defensive gekommen.

Anti-Teuerungspaket würde Regierung nutzen 

Denn "so einfach kommt man nicht aus der Sackgasse raus". Vor allem wenn es um die Korruptionsvorwürfe geht, könne die ÖVP jedoch ein Transparenz-, Parteifinanz- und Informationsfreiheitsgesetz machen, das auch europaweit vorbildlich ist. Damit könne die ÖVP zeigen, dass sie es in Zukunft anders machen will.

Was die Teuerung angeht, müsse eine nachvollziehbare Linie geschafft werden. "Ich glaube, wenn man da in Richtung kalter Progression ein wirklich gutes Paket hinlegt, ist das durchaus anerkennenswert", so der Politikberater Thomas Hofer.

Dijana DjordjevicQuelle: Redaktion / ddj