APA - Austria Presse Agentur

Haberlander: Lockdown in OÖ "nicht in Greifweite"

10. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

In Oberösterreich wurden laut EMS 3.424 Corona-Neuinfektionen registriert - das entspricht einem neuen Rekordhoch. Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander sieht einen Lockdown allerdings "nicht in Greifweite".

Ein Lockdown sei aktuell "nicht in Greifweite", meint die Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP). "Wir gehen davon aus, dass die aktuellen Maßnahmen des Bundes, aber auch unsere zusätzlichen, schärferen Maßnahmen greifen werden. Selbstverständlich braucht das ein bisschen Zeit", sagt sie im "Ö1-Morgenjournal". Dennoch wolle sie einen regionalen Lockdown nicht ausschließen: "Ich habe gelernt, dass man in dieser Pandemie nichts ausschließen kann".

OÖ: Mehr Neuinfektionen als Iberische Halbinsel

Zu der Frage, ob man in der Politik während der oberösterreichischen Landtagswahl nicht zu sehr auf die Impfgegner geachtet habe, sagt die Gesundheitslandesrätin: "Medizinische Maßnahmen sind dann zu setzen, wenn sie notwendig sind". In Oberösterreich werde man auch weiterhin die Zahlen "ganz genau" beobachten und Maßnahmen setzten, "die auf Zahlen basieren", sagt Haberlander. Sie betont, dass die Situation im Sommer "lange ruhig und stabil" gewesen sei. Erst im Herbst habe sich "überraschend" eine "hohe Dynamik" entwickelt.

In Oberösterreich wurden nach Stand 10.11.2021, 8Uhr, laut EMS 3.424 Corona-Neuinfektionen registriert. Damit besitzt Oberösterreich mehr Neuinfektionen als Portugal und Spanien zusammen. Portugal weist laut "Our World in Data" aktuell 1.102 Neuinfektionen auf, in Spanien sind es 2.155. Die  Zahl der Neuinfektionen liegt momentan auf einem neuen Rekordhoch.

Aktuell ginge es laut Haberlander um "Stabilisierung in den Krankenhäusern" und darum die Impfquote zu erhöhen. Letzteres wolle man mit einer Impfaktion in den Krankenhäusern umsetzten, bei dieser 11.000 Oberösterreicher zusätzlich geimpft werden sollen. Es gehe aktuell "vor allem darum, Menschen zur Erstimpfung zu überzeugen", meint Haberlander.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea