APA - Austria Presse Agentur

Mückstein: Impfpflicht kommt "fix"

07. Jan 2022 · Lesedauer 3 min

Laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) kommt die Impfpflicht "fix" im Februar. Bereits zuvor hatte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) versichert: „Die Impfpflicht wird kommen".

Die für Februar angekündigte Impfpflicht, die angesichts der neuen Omikron-Variante zuletzt von einigen Experten in Frage gestellt wurde, komme "fix", betonte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) am Donnerstagabend in der "ZiB2". Auch die Omikron-Welle spreche dafür. Der Effekt der Impfung sei dadurch zwar eingeschränkt, sie schütze aber immer noch gut vor schweren Verläufen.

Auch Kanzler hält an Impfpflicht fest

Davor hatte schon Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) bekräftigt, dass die Bundesregierung weiter an der geplanten Impfpflicht ab Februar festhält. "Die Impfpflicht wird kommen, alle Experten sind sich über die hohe Schutzwirkung auch gegen Omikron und Hospitalisierungen einig", sagte der Kanzler. Vor allem die Booster-Impfung bewahre zu 90 Prozent vor einem Spitalsaufenthalt und zu 95 Prozent vor der Intensivstation, so Nehammer. Beschlossen werden soll die bereits ab Februar geplante Impfpflicht laut Kanzler bald. Man arbeite "mit Hochdruck an einer Umsetzung".

Mehr dazu:

Der Idee einer Impfprämie, wie etwa von der SPÖ gefordert, könne Mückstein nicht dezidiert etwas abgewinnen: "Das Bezahlen für die Impfung hat Vor- und Nachteile". Den gewünschten Effekt zieht er in Zweifel. "Überzeugen ist das probate Mittel für die Impfpflicht", so der Gesundheitsminister.

Lockdown nicht auszuschließen

Ab kommender Woche gilt in Österreich auch im Freien eine FFP2-Maskenpflicht, wenn kein Abstand von zwei Metern möglich ist. Der Grüne Pass ist nach zwei Impfungen nur noch sechs Monate gültig und die 2-G-Regel muss in jedem Geschäft streng kontrolliert werden. Zudem sind dreifach geimpfte Erwachsene und zweifach geimpfte Kinder keine Kontaktpersonen mehr.

Die Infektionszahlen in Österreich steigen wieder, die Omikron-Welle breitet sich rasant aus. Für Mückstein sind die Maßnahmen dennoch nicht zu lasch. Der Gesundheitsminister verwies auf Länder wie Großbritannien, wo fast keine Maßnahmen gelten, sowie die Niederlande, wo es seit drei Wochen einen harten Lockdown gibt. In Österreich gebe es seit Mitte Dezember ausreichend strenge Maßnahmen, die nun nachgeschärft wurden, so der Minister.

In den kommenden Wochen werde man dennoch steigende Infektionszahlen haben. Die Omikron-Variante sei um einiges ansteckender als Delta, führe allerdings zu milderen Krankheitsverläufen. Die hohen Infektionszahlen werden sich daher in geringerem Ausmaß auf die Belegung der Spitäler auswirken, erklärte Mückstein. Die kritische Infrastruktur müsse geschützt werden - deshalb werden die Quarantänezeiten verkürzt. Einen weiteren Lockdown wollte Mückstein nicht ausschließen.

Quelle: Redaktion / koa