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Rauch will doch Experten-Meinung zu Masken einholen

17. März 2022 · Lesedauer 2 min

Gesundheitsminister Rauch sagte bisher, Maßnahmen würden nicht schnell genug greifen, um die aktuelle Welle zu brechen. Nun will er in Bezug auf Masken aber doch noch Experten-Meinungen einholen.

Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) appelliert in einem Interview mit der "Kleinen Zeitung" weiter an die Eigenverantwortung der Österreicherinnen und Österreicher: "Bitte tragen Sie eine Maske, auch wenn Sie nicht verordnet ist! Bitte halten Sie Abstand und waschen Sie Ihre Hände, auch, wenn Sie es nicht mehr hören können!"

Experten sollen Maßnahmen bewerten

Auf die Frage, ob es doch noch zu Verschärfungen der Maßnahmen kommt, ließ er sich allerdings nicht festnageln. Seine Strategie sei es, noch einmal alle Experten zu befragen, sich die Prognoserechnung anzuschauen und zu prüfen, welche Maßnahme wann greifen würde - und ob man damit die Welle früher knicken kann. Der Minister will auch dezidiert wissen, wie lange es dauert, bis eine Maskenpflicht ihre Wirkung entfaltet.

Weitere Absonderungsmaßnahmen will er zum aktuellen Zeitpunkt jedenfalls nicht aufheben. Zu einem späteren Zeitpunkt werde es dazu aber wohl kommen.

Viele Corona-Gremien, schlecht vernetzt

Unzufrieden ist Rauch mit den unterschiedlichen Experten-Gremien in Sachen Corona. Es sei eine große Zahl an Beraterstäben eingesetzt worden, die noch nicht immer gut vernetzt seien und nicht deckungsgleich agierten: "Es ist meine Aufgabe, das zu straffen."

In Wien entschied man sich, die FFP2-Maskenpflicht im gesamten Handel beizubehalten. Gleichzeitig sollen Besuche in Spitälern und Pflegeheimen begrenzt werden. Dort gilt dann auch die 2G-Plus-Regel. 

Gecko-Rücktritte erwartet

Indes berichtet die "Wiener Zeitung", dass es bei der freitägigen Sitzung des Beratungsgremiums Gecko zu Rücktritten kommen könnte. Die Fachleute sind offenbar unzufrieden, bei wichtigen Fragen wie der Einschränkung der Gratistests nicht konsultiert worden zu sein und dass Lockerungsschritte getroffen wurden, die zumindest etliche Experten der Gruppe nicht geteilt haben. Zitiert wird in dem Bericht nur der Virologe Andreas Bergthaler, der meint: "Der Unmut ist bei manchen in Gecko groß."

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam