APA - Austria Presse Agentur

Gemeindebund: Wer sich nicht impft, soll Corona-Test bald selber zahlen

22. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Der Gemeindebund möchte die Gratis-Corona-Tests mit Herbst auslaufen lassen. Wer das Impfangebot bis dahin nicht nützt, solle den für die 3-G-Regel notwendigen Corona-Tests aus eigener Tasche zahlen.

Die Gemeinden wollen die Gratis-Corona-Tests nur mehr über den Sommer zur Verfügung stellen, sagt Alfred Riedl, Präsident des österreichischen Gemeindebundes am Dienstag gegenüber dem "Kurier". Im Herbst solle dann aber Schluss damit sein, denn bis dahin werde es - so die Annahme - für alle Österreicherinnen und Österreicher ein Impfangebot geben. Wer dieses nicht wahrnehmen wolle, müsse für die 3-G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) dann zum Corona-Test greifen - aber auf eigene Kosten.

"Warum soll der Steuerzahler für jene, die sich partout nicht impfen lassen wollen, Geld in die Hand nehmen", meint der Gemeindebund-Präsident gegenüber dem "Kurier". Die 3-G-Regel müsse in jedem Fall beibehalten werden, sie sei der Schlüssel zur Eindämmung der Pandemie.

Gesundheitsministerium zurückhaltend

Im Gesundheitsministerium wird der Beschluss des Gemeindebundes zurückhaltend kommentiert. "In der jetzigen Phase der Pandemie spielt das Testen und damit das Identifizieren und Isolieren von Personen mit SARS-CoV-2 nach wie vor eine tragende Rolle", heißt es aus dem Ministerium zum "Kurier". Auch der Städtebund unter der Führung des Wiener Bürgermeisters Michael Ludwig (SPÖ) zieht bei dem Vorstoß nicht mit.

Riedl betont übrigens, dass man die Gratis-Tests den Sommer über auf jeden Fall aufrecht erhalten werde: "Das schulden wir dem Tourismus", sagt der Gemeindebund-Chef.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos