APA - Austria Presse Agentur

Wien: 10.000 Impftermine für 12-15-Jährige innerhalb von zwei Stunden ausgebucht

22. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Am Dienstag wurde in Wien die Terminvergabe für die Impfung der 12-15-Jährigen freigeschalten - zwei Stunden später waren 10.000 Termine ausgebucht.

In Wien konnten sich seit Dienstagmorgen auch Kinder und Jugendliche - also konkret Personen zwischen zwölf und 19 Jahren - für eine Corona-Schutzimpfung anmelden. Der Ansturm war hoch, bereits nach zwei Stunden waren 10.000 Termine vergeben, ließ der Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) via Twitter wissen. Man arbeite gerade daran, so schnell wie mögliche neue Termine freizuschalten.

Österreichweite Termin-Freigabe für Jugendliche gefordert

In einigen Bundesländern ist es bereits möglich, nun fordert die Bundesjugendvertretung (BJV) die zügige österreichweite Freischaltung der Corona-Impfung für Jugendliche. "Da die Schutzmaßnahmen österreichweit immer mehr gelockert werden können, muss es auch rasch für junge Menschen die Möglichkeit geben, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen", urgierte BJV-Vorsitzender Julian Christian mit Blick auf die bevorstehenden Ferien bzw. den Schul- und Uni-Start im Herbst.

"Die Sommerferien stehen vor der Tür und auch Jugendliche haben es sich verdient, unbeschwert die nächsten Wochen zu genießen. Dass ihre psychische Gesundheit in den letzten Monaten enorm gelitten hat, belegen zahlreiche Studien", untermauerte der BJV-Vorsitzende seine Forderung am Dienstag in einer Aussendung. Da der volle Impfschutz nicht sofort eintrete, dränge die Zeit bereits.

Auch sei ein Impfschutz von jungen Menschen mit dem Blick auf den Schul- und Unibeginn im Herbst wichtig: "Wir müssen jetzt schon dafür Sorge tragen, dass es nicht mehr zu Schulschließungen kommt, indem junge Menschen rechtzeitig geimpft werden. Weitere Monate im Home-Schooling können vielen Jugendlichen einfach nicht mehr zugemutet werden." Deshalb müssten "jetzt" Schritte gesetzt werden, damit Schule und Uni im September wieder regulär starten können. Die Impfung von Jugendlichen sei ein wichtiger Teil davon.

Weiters mahnte Christian, dass weiterhin ein kostenloses und niederschwelliges Testangebot gewährleistet sein müsse. "Sonst sind Kinder und Jugendliche einem deutlich größeren Gesundheitsrisiko ausgesetzt."

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe