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Gazastreifen: Israel beschoss nach Raketenangriff Hamas

19. Apr. 2022 · Lesedauer 2 min

Als Reaktion auf einen Raketenangriff hat Israel in der Nacht zum Dienstag ein Ziel im Gazastreifen beschossen.

Die Luftwaffe habe eine Werkstätte zur Waffenherstellung der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas zerstört, teilte die israelische Armee mit. Israel sehe die Hamas als verantwortlich für alle Angriffe aus dem Gazastreifen. Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

Angriff am Montag 

Am Montag hatten militante Palästinenser im Gazastreifen erstmals seit Monaten wieder eine Rakete auf das israelische Grenzgebiet abgefeuert. Das Geschoß wurde von der Raketenabwehr Eisenkuppel abgefangen. Es war der erste Angriff dieser Art seit Jahresbeginn.

In den vergangenen Tagen war es auf dem Tempelberg in Jerusalem zu Zusammenstößen von Palästinensern mit israelischen Sicherheitskräften gekommen. Dabei gab es zahlreiche Verletzte. Die Auseinandersetzungen verschärften die Spannungen nach einer Terrorwelle in den vergangenen Wochen weiter.

Hamas: "Fehlgeschlagen" 

Ein Hamas-Sprecher sagte, der Luftangriff Israels im Gazastreifen sei "fehlgeschlagen". Die Einrichtung sei leer gewesen und es sei niemand verletzt worden. Er sprach von einem "misslungenen Versuch, das palästinensische Volk vom Widerstand gegen die Besatzung und von der Verteidigung Jerusalems und der Al-Aqsa-Moschee abzuhalten".

Komplexe Situation am Tempelberg

Der Tempelberg (Al-Haram al-Sharif) mit dem Felsendom und der Al-Aqsa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Sie ist aber auch Juden heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen. Der Tempelberg steht unter muslimischer Verwaltung, während Israel für die Sicherheit zuständig ist. Laut einer Vereinbarung mit den muslimischen Behörden dürfen Juden die Anlage besuchen, dort aber nicht beten. Die Palästinenser werfen Israel vor, es wolle Rechte gläubiger Juden auf der heiligen Stätte ausweiten.

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Quelle: Agenturen