Frankreich startet Kampagne zur Rekrutierung von Wehrdienern
Von September an sollen zunächst 3.000 Freiwillige antreten und auf französischem Gebiet entweder im Heer, der Marine oder der Luftwaffe dienen. Die Aufgaben reichen von der Katastrophenschutzhilfe über Küchen- und Werkstatteinsätze bis hin zur Terrorabwehr. Die Zahl der Rekruten soll nach und nach bis 2030 auf jährlich 10.000 steigen.
Das Programm ist eine Reaktion darauf, dass die USA unter Präsident Donald Trump ihre Prioritäten im Rahmen der NATO und allgemein ändern und die Europäer somit verstärkt selbst für ihre Sicherheit sorgen müssen. Nach Angaben des französischen Verteidigungsministeriums dürften die Kosten dieses Jahr voraussichtlich 150 Millionen Euro betragen und insgesamt 2,3 Milliarden Euro für 2026 bis 2030.
Zusammenfassung
- Frankreich startet ab September eine neue Kampagne zur freiwilligen Rekrutierung von 18- bis 25-Jährigen für einen zehnmonatigen Wehrdienst mit einem monatlichen Sold von etwa 800 Euro.
- Zunächst werden 3.000 Freiwillige in Heer, Marine oder Luftwaffe eingesetzt, wobei die Zahl der Rekruten bis 2030 schrittweise auf 10.000 pro Jahr steigen soll.
- Das Programm ist eine Reaktion auf veränderte NATO-Strategien und kostet 2024 rund 150 Millionen Euro, von 2026 bis 2030 insgesamt 2,3 Milliarden Euro.
