APA - Austria Presse Agentur

EU-Behörde EMA gab grünes Licht für AstraZeneca

29. Jan 2021 · Lesedauer 1 min

Die EU-Arzneimittelagentur EMA erteilte am Freitag für den Corona-Impfstoff von AstraZeneca eine Zulassung.

Die Europäische Arzneimittel-Behörde (EMA) erteilte am Freitag wie erwartet eine bedingte Zulassung für den Corona-Impfstoff von AstraZeneca. Knapp ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie steht damit neben dem Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna ein dritter Impfstoff zur Verfügung.

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA empfahl am Freitag eine bedingte Zulassung des Impfstoffs ab 18 Jahren. Die finale Entscheidung muss nun von der Europäischen Kommission gefällt werden. Diese gilt als Formsache. 

Keine Altersobergrenze, aber zu wenige Daten

Eine Altersobergrenze nannte die EMA nicht. Die deutsche Impfkommission empfahl, den Corona-Impfstoff von AstraZeneca vorerst nur an Menschen unter 65 Jahren zu verimpfen. Die Behörde wies aber darauf hin, dass es noch nicht genügend Daten über die Wirksamkeit des AstraZeneca-Präparats bei älteren Menschen gebe, um zu beurteilen, wie effektiv es bei diesen sei.

Als weltweit erstes Land hatte Großbritannien das Vakzin von AstraZeneca zugelassen. Der Impfstoff erhielt seitdem bereits in einer Reihe anderer Länder eine Notfallgenehmigung, darunter in Indien, Argentinien, Mexiko oder Marokko. Die Europäische Kommission hat einen Kaufvertrag über bis zu 400 Millionen Dosen des Vakzins unterschrieben. Allerdings ist zwischen der EU und AstraZeneca ein Streit wegen Lieferproblemen entbrannt.

Quelle: Agenturen / apb